Tarifrunde Druck 2016

Arbeitgeber machen unterirdisches Angebot

Arbeitgeber machen unterirdisches Angebot

2 Nullmonate und dann 1,2% für weitere 16 Monate

03.05.2016 - Der Arbeitgeberverband der Druckindustrie (bvdm) hat in der zweiten Verhandlungsrunde um höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen am 3. Mai 2016 in Köln ein völlig indiskutables „Angebot“ vorgelegt. Die Beschäftigten der Druckindustrie sollen nach zwei Nullmonaten mit 1,2% ab dem 1. Juni 2016 abgespeist werden. Die Laufzeit soll bis zum 30. September 2017 andauern, also insgesamt 18 Monate. Dieses Angebot entspricht über die gesamte Laufzeit gerechnet noch nicht einmal 0,8% Lohnerhöhung.

Der Verhandlungsführer des bvdm bezeichnet den Arbeitgebervorschlag als fair sowie voll und ganz wertschätzend für die Beschäftigten in der Druckindustrie.

Die ver.di-Verhandlungskommission hat dieses sogenannte Angebot als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen.

„Das Lohnangebot des bvdm ist ein Ausdruck mangelnder  Wertschätzung gegenüber der Arbeit und Leistung der Beschäftigten in der Druckindustrie“, so der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke.

Der Vorschlag des bvdm liefe auf einen Reallohnverlust für die Beschäftigten der Druckindustrie hinaus und würde eine weitere Abkopplung von der allgemeinen Lohnentwicklung bedeuten.

Für die dritte Verhandlungsrunde am 24. Mai 2016 in Berlin muss sich die Arbeitgeberseite deutlich bewegen und ein verbessertes Angebot vorlegen. ver.di fordert 5 Prozent mehr Lohn.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. Mai 2016 in Berlin statt.