Nachrichten

Societäts-Druckerei: Warnstreik

Societäts-Druckerei: Warnstreik

Streik der Nachtschicht bei der FSD Mörfelden 10. Mai 2016 mm Streik der Nachtschicht bei der FSD

11.05.2016 - Mit Beginn der Nachtschicht am 10. Mai sind die Beschäftigten der Frankfurter Societäts-Druckerei in Mörfelden in einen Warnstreik getreten. Sie verleihen damit der Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft nach einer Erhöhung der Tariflöhne und –gehälter um 5,0 Prozent Nachdruck. Der Warnstreik wurde mit Beginn der Frühschicht fortgeführt. Mehrere Zeitungen, die in Mörfelden gedruckt werden, konnten heute wegen des Warnstreiks nur in reduziertem Umfang erscheinen, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Neue Presse und die Frankfurter Rundschau.

Ver.di fordert eine Erhöhung der Tarifeinkommen um 5,0 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Druck-Arbeitgeber haben für 18 Monate nach zwei Nullmonaten gerade einmal 1,2 Prozent angeboten. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich daraus eine Erhöhung von weniger als 0,8 Prozent, was bei den Beschäftigten große Empörung ausgelöst hat.

Zum Warnstreik aufgerufen sind am 11. Mai auch die Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Lokalausgaben (Taunus Zeitung, Nassauische Neue Presse, Höchster Kreisblatt). Die Gehaltstarifverhandlungen für die Journalistinnen und Journalisten sind bisher ebenfalls ergebnislos geblieben. Ver.di fordert hier ebenfalls 5,0 Prozent mehr Geld. Die Zeitungsverleger haben zuletzt nach vier Leermonaten lediglich 2,0 Prozent für zwei Jahre angeboten. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.