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Warnstreik nun auch bei der Oberbayern-Presse

Warnstreik nun auch bei der Oberbayern-Presse

Streik bei der PNP ver.di Streik bei der PNP

Haustarifverhandlungen bei der Passauer Neuen Presse

21.03.2017 - Ein weiteres klares Signal an die Verlagsführung wertet Pascal Attenkofer (Gewerkschaftssekretär Fachbereich Medien Niederbayern/Oberpfalz) den zweitägigen Warnstreik der Beschäftigten bei der „Oberbayern-Presse GmbH“ in Altötting, einer weiteren GmbH der „Passauer Neuen Presse Verlag GmbH“ in Passau. „Die Kolleginnen und Kollegen wollen die Verlegerin Frau Simone Tucci-Diekmann zu Gesprächen mit den Gewerkschaften bewegen!“ erläutert Pascal Attenkofer.

„Dem Streikaufruf von Ver.di und BJV heute ab 7 Uhr bis morgen 24 Uhr folgten die Kolleginnen und Kollegen. Da bisher immer noch kein einziges Signal des Verlages kam, werden die Streiks weiter fortgesetzt und an Intensität zunehmen, “ erklärt Pascal Attenkofer. Die streikenden Beschäftigten sind fest entschlossen, das was einmal als Lohn-/Gehaltsuntergrenze sowie zur Regulierung von Arbeitsbedingungen festgelegt wurde, in der PNP durchzusetzen. „Einer der erfolgreichsten, größten und wichtigsten lokalen Tageszeitungen in Deutschland, müssten eigentlich gute Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung wichtig sein“, so Attenkofer.

Ver.di betont die Bereitschaft zu Gesprächen. Diese können aber nur zwischen den Gewerkschaften und Verlagsführung stattfinden, wie es der Gesetzgeber vorschreibt. Angebote an den Betriebsrat sowie einzelnen Beschäftigten oder auch einseitige Erklärungen, missachten den Wunsch der Beschäftigten nach tariflicher Wertschätzung ihrer tagtäglichen Arbeit. „Auch Drohungen zur Verlagerungen von Arbeiten nur um ein vom Grundgesetz geschütztes Recht, nämlich das des Streiks zu unterbinden, ist den „Wachhunden der Demokratie“ nicht würdig. Gerade Zeitungsverlage sollten dies hohe Gut schätzen und akzeptieren“, betont der ver.di Gewerkschaftssekretär.

Hintergrund:

Ver.di fordert eine tarifliche Angleichung an den Flächentarifvertrag mit Hilfe eines Haustarifvertrages für alle Beschäftigten in den einzelnen GmbH´s der Passauer-Neuen-Presse Verlagsgruppe. Die Verlegerin Frau Simone Tucci-Diekmann verweigert bisher jegliche Gespräche mit den Gewerkschaften.