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Schoder Druck in Gersthofen: Warnstreik für Tarifvertrag und …

Schoder Druck in Gersthofen: Warnstreik für Tarifvertrag und verlässliche Arbeitsbedingungen!

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Warnstreik bei Schoder Rudi Kleiber Warnstreik bei Schoder

Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo wir uns nicht mehr alles gefallen lassen, so der Tenor von vielen Kolleginnen und Kollegen bei Schoder Druck in Gersthofen.

Jetzt war es soweit. Am 12. September legten die Beschäftigten für 24 Stunden die Arbeit nieder und folgten dem Warnstreikaufruf von ver.di.

Eine fehlende Tarifbindung, deutlich niedrigere Löhne und Gehälter, weniger Urlaub und unbezahlte Arbeitszeit bei Neueinstellungen, Verweigerung und Verschiebung von Entgelterhöhungen und zuletzt geforderte massive Verschlechterungen aller Arbeitsverträge brachte dann das Fass zum Überlaufen.

Die breite und überwältigende Antwort der Beschäftigten ist eindeutig: „Wir lassen uns dies nicht mehr gefallen – wir fordern einen Tarifvertrag“

Einschüchterung und Beleidigungen nicht akzeptabel
In keinster Weise hilfreich und nicht akzeptabel war das Verhalten einer Führungskraft während des Warnstreiks. „Wir sollen doch gleich einen Bus für die Fahrt zur Agentur für Arbeit bestellen“, war nur ein Versuch, Beschäftigte von ihrem Streikrecht (geschützt durch das Grundgesetz) abzuhalten. Die Streikenden ließen sich jedoch durch diese und weitere Provokationen nicht beeinflussen und auch nicht provozieren.

Solidarität durch Betriebsseelsorge und Katholische Arbeitnehmerbewegung
Auf der Streikversammlung machten die Vertreter Hans Gilg (Betriebsseelsorge) und Renate Hofner (KAB) deutlich, dass sie die Forderungen nach einem Tarifvertrag unterstützen und für richtig finden. Nur Tarifverträge bieten den Beschäftigten den besten Schutz. Deutliche Kritik gab es allerdings am Verhalten des Arbeitgebers, Beschäftigte bei der Teilnahme an Warnstreiks einzuschüchtern.

Wie geht es weiter?
Es liegt nun allein an der Geschäftsleitung, ob die Warnstreiks fortgesetzt werden. Es ist an der Zeit, dass die Geschäftsleitung ihre Verweigerungshaltung auf den Prüfstand stellt und in Tarifgespräche eintritt, so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber.

Tarifverträge schützen – Tarifverträge nützen!

ver.di – Fachbereich Medien, Kunst und Industrie – Rudi Kleiber; ver.di Bezirk Augsburg, Am Katzenstadel 34, 86152 Augsburg

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