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    Verlagsnewsletter 2022

    Verlagsnewsletter 2022


    Ausgabe 2022-08-05
     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    in diesem Verlagsnewsletter möchten wir euch besonders den Artikel "Frischer Wind dank Pionierjournalismus" empfehlen. 2019 starteten Wissenschaftler*innen der Universität Bremen und des Leibniz-Instituts für Medienforschung in Hamburg das Projekt „Pionierjournalismus“. Pionierjournalismus weite den Blick weg vom „Kampfbegriff Innovation“, mit dem neue Entwicklungen immer auf „ihre Monetarisierung getrimmt“ würden, schreibt Bärbel Röben im Artikel für M Online. Besonders spannend ist die Karte mit den einzelnen Projekten. Dabei sind wir auf das Good News Magazin gestoßen. Ja, es gibt sie noch die guten Nachrichten. Viel zu oft gehen sie in der öffentlichen Wahrnehmung unter, Katastrophen und Krisen beherrschen die Medien. Wir finden, hier lohnt sich der Klick.

    Wir wünschen einen schönen Sommer

    das Team des ver.di-Verlagsnewsletters

    • Digitaler Wandel „gewinnt an Tempo“

      News Claudia Paulussen/stock.adobe.com News

      Wenn die Printbranche sich mit Forderungen an die Politik wendet, zeichnet sie meist ein düsteres Bild von der ökonomischen Entwicklung. Eine teilweise andere Sprache spricht der soeben veröffentlichte „BDZV-Branchenbeitrag 2022“: In dieser Publikation „Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Tageszeitungen“ stellt der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger der Branche ein eher positives Zeugnis aus. Tendenz: Vor allem der digitale Wandel „gewinnt an Tempo“.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Neuer Anlauf zur Presseförderung

      Der Strukturwandel auf dem deutschen Zeitungsmarkt ist in vollem Gange. Auflagen und Umsätze sind weiterhin rückläufig. Die digitale Transformation läuft schleppend. Mit einer staatlichen Presseförderung – so sieht es der Koalitionsvertrag vor – sollen die Zeitungsverlage unterstützt werden. Passiert ist seit Regierungsantritt nichts. Unter dem Eindruck multipler Krisen und steigender Vertriebspreise für Printmedien verstärkt die Verlegerlobby ihren Druck auf die Ampel. Jetzt sorgt auch eine Bundesratsinitiative für Bewegung.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Ecosia zahlt für Leistungsschutzrecht

      Die Verwertungsgesellschaft Corint Media hat sich erstmals mit einer Suchmaschine zum Leistungsschutzrecht geeinigt. Das gemeinwohlorientierte Angebot Ecosia werde für Überschriften, Vorschaubilder und kurze Textausschnitte in den Suchergebnissen je nach Umfang der von Corint Media vertretenen Presseleistungsschutzrechte bis zu elf Prozent seiner Umsätze als Vergütung an die Verwertungsgesellschaft zahlen, erklärten beide Vertragspartner gemeinsam am 27. Juli.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Frischer Wind dank Pionierjournalismus

      Symbolbild makyzz/stock.adobe.com Symbolbild

      Zukunftsweisend für den Transformationsprozess im Journalismus sind Pionier*innen, die neue Ideen ausprobieren, ohne gleich ans Geld zu denken. Aus diesem Blickwinkel untersucht das Forschungsprojekt „Pionierjournalismus“ neue Produkte und Formate, Arbeitsweisen, Finanzierungsformen und Publikumsbeziehungen. In der Medienpraxis freut man sich, denn von den Erkenntnissen könne die ganze Branche profitieren und sich besser für die Zukunft aufstellen.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Weitere Niederlage für Lensing-Wolff

      Aus Sicht des Bundesgerichtshofs (BGH) gefährdet der Gesamtcharakter des Dortmunder Stadtportals nicht die freie Presse. Damit hat der Zeitungsverleger Lambert Lensing-Wolff („Ruhr Nachrichten“) in einem Rechtsstreit über das Internetangebot der Stadt Dortmund eine neuerliche Niederlage einstecken müssen. Lensing-Wolff hatte mit seiner beantragten Revision des Urteils vom Oberlandesgericht Hamm in Karlsruhe keinen Erfolg. Dieses hatte eine Entscheidung des Landgerichts Dortmund aus dem August 2017 korrigiert. (AZ: I ZR 97/21)

      Link zum Artikel auf M Online

    • Wettbewerb zur Mediengestalter-Abschlussprüfung

      Mediengestalter Gorodenkoff/stock.adobe.com Mediengestalter

      Alle zwei Jahre ver­anstal­tet der ZFA einen Gestal­tungs­wett­bewerb zur Medien­gestal­ter-Abschluss­prüfung. Wer im Som­mer seine Abschluss­prüfung im Beruf Medien­gestal­ter Digi­tal und Print ablegt, kann nach der Prüfung seine Prüfungs­arbeit beim ZFA ein­reichen. Dazu muss ein Aus­druck der Unter­la­gen per Post an den ZFA gesendet wer­den.

      Link zum ZFA

    • KSK: Novelle heilt Webfehler im Gesetz

      KSK magele-picture/stock.adobe.com KSK

      Endlich gute Nachrichten für alle Soloselbstständigen, die neben einer künstlerischen oder publizistischen Arbeit noch weitere selbstständige Tätigkeiten ausüben: Im Rahmen einer umfassenderen Novelle des Vierten Sozialgesetzbuches sind Änderungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes vorgesehen. Danach können Selbstständige künftig in der Künstlersozialkasse (KSK) krankenversichert bleiben, solange ihre kreative Tätigkeit überwiegt. ver.di begrüßt das ausdrücklich.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Veränderungen in der Bildbranche

      Fotografen Christian von Polentz/transitfoto.de Fotografen

      Eine Fragmentierung der Anbieter, neue Vertriebs- und Erlösmodelle und eine Verringerung der Zahl klassischer Bildagenturen: Diese Entwicklungen zeigt eine aktuelle Erhebung zum Bildermarkt in Deutschland. Befragt wurden Bildagenturen und bildagenturähnlich arbeitende Fotograf*innen. Wie im vergangenen Jahr wurden auch in der diesjährigen Umfrage die starken Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Branche deutlich.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Neue Quartalsberichte online

      Logo Quartalsberichte Spalte neu2 quartalsberichte

      Die Quartalsberichte zur Medienwirtschaft für den Zeitraum April bis Juni 2022 von Gert Hautsch stehen online. Sie bestehen wie immer aus drei Teilen:

      • Branchenübersicht - Unsicherheit auf dem Buchmarkt
      • Konzernübersichten - Burda mit Bestwert
      • Übernahmen und Beteiligungen: Von Applike bis Upljft

      Link zu den Quartalsberichten

    • Unsere aktuellen Seminarangebote

      Seminar für Betriebsratsmitglieder und Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung – Zeitungszusteller*innen 2
      09.10.2022 – 14.10.2022 – ver.di-Bildungszentrum Gladenbach, Schlossallee 33, 35075 Gladenbach

      Link zur Ausschreibung


      Arbeitsbedingungen in Redaktionsbetrieben – der Betriebsrat gestaltet mit
      17.10.2022 – 21.10.2022 – ver.di-Bildungszentrum Gladenbach, Schlossallee 33, 35075 Gladenbach

      Link zur Ausschreibung

      Link zu allen Seminarangeboten


    Ausgabe 2022-06-16
     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    unser Schwerpunkt liegt in diesem Newsletter auf den Zeitungszusteller*innen und dem Mindestlohn. Ab Oktober müssen zwölf Euro bezahlt werden. Dies sei immer noch zu wenig, kritisiert Professorin Nicole Mayer-Ahuja in der aktuellen Ausgabe der DRUCK+PAPIER, um davon auskömmlich leben zu können. Bundeskanzler Olaf Scholz zeigte dagegen Verständnis für die Zeitungsverleger. Die Politik wolle helfen und die Kosten der Zustellung abfedern, versprach er beim Kongress des Verbands Deutscher Lokalzeitungen. Unser Vorschlag: Raus aus den klimatisierten Kongressräumen und frei nach Notärztin Carola Holzner "Einfach mal 'ne Tour machen". Könnte den eigenen Blick weiten.

    Wir wünschen allen sonnige und sorgenfreie Sommertage

    das Team des ver.di-Verlagsnewsletters

    • Tagesspiegel: Durchbruch in den Tarifverhandlungen

      Tagesspiegel Christian von Polentz/transitfoto Tagesspiegel

      Nach langen Verhandlungen für einen Tarifvertrag beim Tagesspiegel haben wir endlich einen Durchbruch erreicht: Die Arbeitgeberseite hat am 2. Juni ein neues Angebot vorgelegt, das die Tarifkommission einstimmig positiv bewertet hat.

      Link zu ausführlichen Informationen

    • Scholz sagt Zeitungen Hilfe bei Zustellung zu

      Zeitungszusteller Werner Bachmeier Zeitungszusteller

      Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stellt den Lokalzeitungen Hilfe bei der Zustellung in Aussicht, nimmt sie aber zugleich in die Pflicht. Die Bundesregierung werde sich dafür einsetzen, den Lokaljournalismus und besonders die Lokalzeitungen zu schützen und die Rahmenbedingung zu verbessern, sagte Scholz am 1. Juni in Berlin bei einem Kongress des Verbands Deutscher Lokalzeitungen. „Wir wollen, dass die flächendeckende Versorgung mit regelmäßig erscheinender Presse gewährleistet bleibt.“

      Link zum Artikel in M Online

    • »Manchmal stinkt es mir, so wenig Geld zu haben«

      Zeitungszustellerin Gabriele Senft Zeitungszustellerin

      Der Wecker klingelt nachts um 1.10 Uhr. Wenig später ist Marit Bogner (Name geändert) mit ihrem Zeitungswagen auf den leeren Straßen Berlins unterwegs. Zeitungszustellerin, das heißt arbeiten, wenn andere schlafen, und ins Bett zu fallen, wenn andere aufstehen. Ein Zweitjob ist oft nicht drin.

      Link zum Artikel auf ver.di DRUCK+PAPIER

    • Nach vier Stunden Arbeit erschöpft

      Zeitungszusteller*innen erhalten häufig den gesetzlichen Mindestlohn – zurzeit 9,82 Euro. Das ist Armut trotz Arbeit, kritisiert Soziologieprofessorin Nicole Mayer-Ahuja. Im Juli steigt der Mindestlohn auf 10,45 Euro, zum 1. Oktober auf zwölf Euro.

      Link zum Interview auf ver.di DRUCK+PAPIER

    • Der fast vergessene Zeitungsstreik

      Keine Zeitung im Kasten: Leser*innen informieren sich an den Aushängen in Schaufenstern. AdsD/FES, 6/FOTA190513 Keine Zeitung im Kasten: Leser*innen informieren sich an den Aushängen in Schaufenstern.

      1952 erschienen zwei Tage lang keine Tageszeitungen. Die IG Druck und Papier hatte damit den wirksamsten Beitrag in der Kampagne gegen das neue Betriebsverfassungsgesetz der Bundesregierung geleistet. Unfreiwillig wurde der Zeitungsstreik vor 70 Jahren allerdings zum Ausgangspunkt für eine Rechtsprechung, die Gewerkschaften in Deutschland heute noch den politischen Streik untersagen will.

      Link zum Artikel in ver.di DRUCK+PAPIER

    • Buchverlage: Erfolg in Bayern

      Buch Gerd Altmann/Pixabay Buch

      Nach fünf Jahren Stillstand bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der bayerischen Buchhandlungen und Verlage kam es am 11. Mai 2022 zu einem Tarifabschluss. Vereinbart wurden 4,9 Prozent mehr Geld, eine Anhebung der unteren Einkommen um mindestens 115 Euro und 75 Euro mehr für die Auszubildenden. Der Manteltarifvertrag ist nach jahrelangem prekärem Zustand unverändert wieder in Kraft gesetzt.

      Link zur ver.di-Bundesfachgruppe

    • Erneut Streik im Westermann-Bildungshaus in Braunschweig

      220513FC_WestermannTarifStreik018 Bernward Comes Westermann

      Gespräche mit der Gewerkschaft lehnt die Geschäftsführung des Westermann-Bildungshauses in Braunschweig beharrlich ab. Beim jüngsten Streik Mitte Mai kam es allerdings doch zu einem direkten Meinungsaustausch.

      Link zum Artikel von Friedrich Siekmeier

    • "Frieden durch Aufrüstung?"

      16. DruckerTage Veit Mette 16. DruckerTage

      »Frieden durch Aufrüstung?« lautete das Motto der 16. ver.di-DruckerTage, die vom 10. bis 12. Juni 2022 im »Bunten Haus« in Bielefeld stattfanden, der zudem »verkannte Leistungsträger:innen« aus dem Niedriglohnsektor in den Blick nahm. Bei zwei prägnanten Vorträgen sorgten rund 50 Kolleginnen und Kollegen für lebhafte Diskussionen.

      Link zum Artikel von Glenn Jäger

    • Süddeutsche: Starke Betriebsräte gebraucht

      Süddeutsche Zeitung Werner Bachmeier Süddeutsche Zeitung

      Bei der „Süddeutschen Zeitung“ wurde ein neuer Betriebsrat gewählt: Das Ergebnis ist auch für ver.di ein großer Erfolg: Zehn von 15 neuen Betriebsräten sind ver.di-Mitglieder. Das, ein beharrliches Angehen von „harten Themen“, das Anlegen gleicher Standards sowie ein Fokus auf die Jugend zeigen, was eine engagierte Gewerkschaft auch in schwierigen Zeiten erreichen kann.

      Link zum ausführlichen Artikel auf M Online

    • ver.di-Seminarangebote für Betriebsräte

      ver.di bietet für Betriebsräte - ob nun erstmals ins Gremium gewählt oder bereits erfahren - Seminare an. Angeboten werden Seminare, die speziell für Betriebsräte in Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage und Zeitungszustellbetriebe zugeschnitten sind.

      Link zu den Seminarterminen


    Ausgabe 2022-05-13

     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    unvermindert greift Russlands Präsident Putin die Ukraine an, der Krieg tobt gnadenlos und die Zivilbevölkerung leidet. Erreicht man Frieden durch mehr Aufrüstung? Mit dieser Frage werden wir uns bei den 16. DruckerTagen vom 10. bis 12. Juni beschäftigen.  Im zweiten Themenblock diskutieren wir über prekäre Beschäftigungsverhältnisse und die damit verbundenen schlechten Arbeitsbedingungen. Wer ist davon betroffen und wo stecken Chancen für eine Veränderung? Darüber hinaus gibt es an diesem Wochenende gutes Essen, gute Gespräche und politisches Kabarett. Über eure Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

    Herzliche Grüße

    das Team des ver.di-Verlagsnewsletters

     
    Mit diesen Themen:

    • Tagesspiegel: Ein Streiktag mit Wirkung!
    • Mehr Nachtzuschlag für Zeitungszusteller
    • taz: Kündigungen müssen vom Tisch
    • 16. ver.di DruckerTage: Frieden durch Aufrüstung?
    • Neue Quartalsberichte online
    • Zeitschriftenverleger: Hängepartie beendet – Fusionsfrage offen
    • Leistungsschutzrecht: Bröckelnde Front gegen Google & Co.?
    • Leipziger Buchmesse nur auf Sparflamme
    • Neues Gesetz soll Datenschutz am Arbeitsplatz stärken
    • Unsere Seminarangebote
    • Tagesspiegel: Ein Streiktag mit Wirkung!

      Tagesspiegel Christian von Polentz/transitfoto Tagesspiegel

      „Schluss mit Nullnummern!“ und „Wir wollen feste Zusagen für Gehaltserhöhungen!“ – mit einem ganztägigen Warnstreik protestierten am 6. April 2022 bis zu 150 Beschäftigte des Berliner „Tagesspiegel“ vor dem Verlagsgebäude am Askanischen Platz gegen die Blockadestrategie des Holtzbrinck-Konzerns bei den seit fast einem Jahr laufenden Tarifverhandlungen.

      Link zum Artikel von Günter Herkel

      In der Tarifverhandlung am 4. Mai hat die Arbeitgeberseite ein neues Angebot vorgelegt. Fazit: Bis zur vollen Angleichung an den Flächentarif soll es neun Jahre dauern – und das ist aus Sicht von ver.di viel zu lang. Die Tarifkommission fordert, dass nach fünf Jahren das volle Tarifgehalt gezahlt wird.

      Link zum Tarifinfo

    • Mehr Nachtzuschlag für Zeitungszusteller

      Zeitungszusteller Werner Bachmeier Zeitungszusteller

      Zeitungszustellerinnen und -zusteller können für ihre Dauernachtarbeit regelmäßig einen angemessenen Nachtarbeitszuschlag verlangen. Denn solch eine ständige Nachtarbeit übersteigt die gewöhnlich mit der Nachtarbeit verbundene Belastung der Mitarbeiter, entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem jetzt veröffentlichten Urteil (AZ: 10 AZR 261/20). Als angemessen bewerteten die Richter einen Zuschlag in Höhe von 30 Prozent auf die Bruttovergütung. Tarifliche Regelungen können allerdings einen anderen Nachtarbeitsausgleich vorsehen, so die Erfurter Richter.

      Ausführlich auf M Online

    • taz: Kündigungen müssen vom Tisch

      taz-Protest Christian von Polentz/transitfoto taz-Protest

      Drei betriebsbedingte Kündigungen in der Anzeigenabteilung taz Nord überschreiten für ver.di und viele in der taz-Belegschaft eine rote Linie. Im Zuge weiterer Digitalisierung von Produktionsabläufen hatte die Geschäftsführung den Vertriebsbeschäftigten aus Bremen und Hamburg Arbeiten mit Präsenzpflicht in Berlin angeboten und sie inzwischen betriebsbedingt gekündigt, statt ihnen Homeoffice von Hamburg oder Bremen aus zu ermöglichen. Am 4. April wurde der Unmut darüber vor dem Berliner taz-Gebäude öffentlich gemacht.

      Link zu ausführlichen Infos

    • 16. ver.di DruckerTage: Frieden durch Aufrüstung?

      16. DruckerTage 16. DruckerTage

      Für alle Interessierten innerhalb und außerhalb von ver.di

      vom 10. bis 12. Juni im ver.di-Bildungszentraum Das bunte Haus in Bielefeld

      Es herrscht wieder Krieg in Europa. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine ist das beherrschende Thema. Erreicht man Frieden durch mehr Aufrüstung?
      Im zweiten Themenblock diskutieren wir über prekäre Beschäftigungsverhältnisse und die damit verbundenen schlechten Arbeitsbedingungen. Wer ist davon betroffen und wo stecken Chancen für eine Veränderung? Darüber hinaus gibt es an diesem Wochenende gutes Essen, gute Gespräche und politisches Kabarett.

      Anmeldungen bitte bis zum 20. Mai 2022

      Link zum Programm + Anmeldung

    • Neue Quartalsberichte online

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      Die Quartalsberichte zur Medienwirtschaft für den Zeitraum Januar bis März 2022 von Gert Hautsch stehen online. Sie bestehen wie immer aus drei Teilen:

      • Branchenübersicht - Machtkampf bei den Zeitungsverlegern
      • Konzernübersichten - Söder gegen Berlusconi
      • Übernahmen und Beteiligungen: Von Astragon bis VideoAmp

      Link zu den Quartalsberichten

    • Zeitschriftenverleger: Hängepartie beendet – Fusionsfrage offen

      Zeitschriften contrastwerkstatt/stock.adobe.com Zeitschriften

      Die deutschen Zeitschriftenverleger sehen die Branche in einer dramatischen Krise. „Wenn die aktuelle Entwicklung so weitergeht, sind bis 2024 über 2.000 Titel gefährdet“, warnte Philipp Welte, Vorstandssprecher des unlängst neu gegründeten Medienverbands der freien Presse (MVFP) am 26. April auf der Jahrespressekonferenz. Die eigenen Prognosen eher düster, blieb das Verhältnis zum Zeitungsverlegerverband vage gehalten. Coronabedingt wurde die Konferenz aus dem Web-TV-Studio der Bundespressekonferenz übertragen.

      Ausführlich auf M Online

    • Leistungsschutzrecht: Bröckelnde Front gegen Google & Co.?

      Leistungsschutzrecht magele-picture / stock.adobe.com Leistungsschutzrecht

      Der Streit um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage und dessen Durchsetzung gegenüber Plattformen wie Facebook und Google dauert an. Die Verlage bestehen darauf, am Milliardenumsatz der Internet-Konzerne, der nicht unwesentlich durch ihren angezeigten Content generiert wird, beteiligt zu werden.

      Ausführlich auf M Online

    • Leipziger Buchmesse nur auf Sparflamme

      Buchmesse Ipek Morel / stock.adobe.com Buchmesse

      2023 soll die Leipziger Buchmesse unbedingt wieder als Publikumsveranstaltung stattfinden. So zumindest das Bekenntnis im Anschluss an ein Zukunftsgespräch mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Organisatoren, Politik und Verlage entsprechend ermunterte. Die 2022er Messeausgabe Mitte März war dagegen kurz vor ultimao abgesagt worden. Preisverleihungen gab es trotzdem und auch der VS war zur Messe präsent, zumindest auf twich.

      Link zu ver.di KUNST+KULTUR

    • Neues Gesetz soll Datenschutz am Arbeitsplatz stärken

      Datenschutz VideoFlow / stock.adobe.com Datenschutz

      Ein neues Gesetz soll Beschäftigte am Arbeitsplatz vor digitaler Überwachung und Datenerhebung schützen: Unter dem Motto „Vertrauen ist gut, Rechte sind besser“ hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) einen Gesetzentwurf für ein sogenanntes Beschäftigtendatenschutzgesetz vorgelegt.

      Link zu weiteren Informationen

    • Unsere Seminarangebote

      • Orientierungsseminar für neugewählte Betriebsratsmitglieder
        08.06.2022 – 10.06.2022 – ver.di Bildungszentrum "Das Bunte Haus", Senner Hellweg 461, 33689 Bielefeld-Sennestadt
        Branchenbezogene Grundlagen der Betriebsratsarbeit in der Druckindustrie und den Verlagen sowie in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie
        Link zur Ausschreibung + Anmeldung

      • Seminar für Betriebsratsmitglieder und Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung – Zeitungszusteller*innen 1
        19.06.2022 – 24.06.2022 – ver.di-Bildungszentrum Mosbach, Am Wasserturm 1–3, 74821 Mosbach
        Link zur Ausschreibung + Anmeldung

      • Orientierungsseminar für neugewählte Betriebsratsmitglieder
        20.06.2022 – 22.06.2022 – ver.di Bildungszentrum "Das Bunte Haus", Senner Hellweg 461, 33689 Bielefeld-Sennestadt
        Branchenbezogene Grundlagen der Betriebsratsarbeit in der Druckindustrie und den Verlagen sowie in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie
        Link zur Ausschreibung + Anmeldung

      • Seminar für Betriebsratsmitglieder und Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung aus Zeitungs-, Zeitschriften und Buchverlagen
        26.06.2022 – 01.07.2022 – ver.di-Bildungs- und Tagungszentrum Walsrode, Sunderstraße 77, 29664 Walsrode
        Link zur Ausschreibung + Anmeldung

      Link zu allen Seminarausschreibungen

     

    Ausgabe 2022-03-22
     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    auch uns beschäftigt der Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin gegen die Ukraine. Jeden Tag kommen Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet in Deutschland an. Sie werden angesichts der Situation in ihrer Heimat nicht so schnell zurückkehren können. Dies bedeutet, sie brauchen bei uns eine Perspektive, neben Wohnungen, Kita- und Schulplätzen auch Arbeitsplätze. ver.di ist Mitglied eines Netzwerks der Solidarität für geflüchtete Medien- und Kulturschaffende, das ihnen bei dem beruflichen Einstieg in Deutschland helfen soll. Das Ziel ist ein mehrsprachiges Job-Portal zur Vermittlung und von Berufspatenschaften.

    Unser dringender Wunsch: Möge der Kriegswahnsinn beendet werden!

    Herzliche Grüße

    das Team des ver.di-Verlagsnewsletters

     
    Mit diesen Themen:

    • Ukraine-Krieg: Netzwerk der Solidarität für geflüchtete Medien- und Kulturschaffende
    • Stuttgarter Pressehaus: Protest in der Mittagspause
    • Tarifergebnis für ZEIT ONLINE
    • Tagesspiegel: Protest vor der Tür über das inakzeptable Angebot der Arbeitgeber
    • AFP Agence France-Presse GmbH: Beschäftigte haben dem Verhandlungsergebnis zugestimmt
    • Tarifabschluss dpa picture-alliance
    • ver.di will Tarifverträge für alle Solo-Selbstständigen abschließen
    • Buch: Drucken auf Bestellung
    • Unterwegs zur Pressekiste
    • IU Mag #2 dreht sich um Buch, Verlagswesen, E-Lending
    • Funke Mediengruppe: Aufträge als Druckmittel
    • Orientierungsseminare für neugewählte Betriebsratsmitglieder
    • Ukraine-Krieg: Netzwerk der Solidarität für geflüchtete Medien- und Kulturschaffende

      Ukraine-Protest Christian von Polentz/transitfoto Ukraine-Protest

      Ziel ist mehrsprachiges Job-Portal zur Vermittlung und Berufspatenschaften

      Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Schauspielergewerkschaft BFFS sowie die Arbeitgeberverbände aus den Bereichen Theater, Film, öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, Online-Medien sowie Presseverlage haben sich in Deutschland zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Ziel ist es, für wegen des Kriegs in der Ukraine Geflüchtete schnellstmöglich ein mehrsprachiges Job-Portal in Kooperation mit der Jobnet AG einzurichten, in dem Stellenangebote der Kultur- und Medienbranche zusammengefasst angeboten werden.

      Link zur ver.di-Pressemitteilung

    • Stuttgarter Pressehaus: Protest in der Mittagspause

      Protest Stuttgart Joachim E. Röttgers Protest Stuttgart

      Mehr als 100 Beschäftigte des Stuttgarter Pressehauses demonstrierten am 16. März gegen Stellenabbau und Tarifflucht im SWMH-Konzern. Bei der „aktiven Mittagspause“, zu der ver.di aufgerufen hatte, richtete sich der Protest gegen die „Medienhaus-Strategie 2.0“ des Konzerns, zu dem unter anderem die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ gehören. Es beteiligten sich neben Beschäftigten aus Redaktion und Verlag der beiden Tageszeitungen und der „Böblinger Kreiszeitung“ auch Drucker.

      Link zu ausführlichen Infos

    • Tarifergebnis für ZEIT ONLINE

      Zeit Online Christian von Polentz/transitfoto Zeit Online

      ver.di und der DJV Berlin/JVBB haben eine Einigung über den Haustarifvertrag für die 220 Beschäftigten bei ZEIT ONLINE in Berlin mit den Arbeitgeber*innen vereinbart. Danach werden die Arbeitsbedingungen innerhalb von fünf Jahren Schritt für Schritt verbessert und noch bestehende Abweichungen vom Flächentarifvertrag für Zeitschriftenverlage ausgeglichen. Die ZEIT ONLINE Redaktion und die Print-Redaktion in Berlin planen zeitnah eine Zusammenlegung der Redaktionen. Mit dem Haustarifvertrag werden auch die Arbeits- und Entgeltbestimmungen von Online- und Print-Kolleg*innen zusammengeführt.

      Link zur ver.di-Pressemitteilung

    • Tagesspiegel: Protest vor der Tür über das inakzeptable Angebot der Arbeitgeber

      Tagesspiegel Christian von Polentz/transitfoto Tagesspiegel

      Die Arbeitgeber haben in der siebten Tarifverhandlung Position bezogen und ein aus Sicht von ver.di vollkommen inakzeptables Angebot vorgelegt. Tarifliche Gehaltssteigerungen soll es nur dann geben, wenn das Unternehmen im Jahr zuvor ein positives Geschäftsergebnis erzielt hat. Die erste Erhöhung wäre demnach frühestens im Januar 2023 möglich. Der vorgeschlagene Plan sieht eine stufenweise, auf fünf Jahre gestreckte Angleichung an das Niveau der Flächentarifverträge für Redaktion und Verlag vor. Jede dieser Anhebungsstufen wäre aber an die Bedingung geknüpft, dass das Unternehmen im Jahr zuvor mindestens eine „schwarze Null“ geschrieben hat.

      Link zu ausführlichen Infos

    • AFP Agence France-Presse GmbH: Beschäftigte haben dem Verhandlungsergebnis zugestimmt

      Die AFP-Beschäftigten haben dem Arbeitgeberangebot bei einer Umfrage mit  67,3% Prozent zugestimmt. Danach steigen die Einkommen um 2,4 Prozent ab 1. April 2022 und ab 1. Januar 2023 um 1,1 Prozent. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Corona-Prämie und eine Einmalzahlung.

      Link zu ausführlichen Infos

    • Tarifabschluss dpa picture-alliance

      In den Tarifverhandlungen bei der dpa picture-alliance GmbH konnte in der sechsten Verhandlungsrunde ein Ergebnis mit Gehaltssteigerungen erzielt werden. Die Beschäftigten erhalten rückwirkend zum 1. September 2021 bis zum 31. Dezember 2023 im Durchschnitt 4,5 Prozent mehr Geld.

      Link zu ausführlichen Infos

    • ver.di will Tarifverträge für alle Solo-Selbstständigen abschließen

      Arbeitsbedingungen notfalls über Honorarempfehlungen verbessern

      ver.di will künftig auch Tarifverträge für alle Solo-Selbstständigen abschließen. Das geht aus einer Stellungnahme der Gewerkschaft hervor, die am 24. Februar 2022 der EU-Kommission vorgelegt wurde. ver.di ist mit über 30.000 Mitgliedern in diesem Bereich die stärkste Organisation von Solo-Selbstständigen in Europa. Die EU-Kommission sucht derzeit nach Wegen, den Einzelpersonen bei der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen über Kollektivverträge mehr Rechtssicherheit zu geben. Dazu müsste diese Erwerbstätigengruppe aus dem europäischen Wettbewerbsrecht ausgenommen werden.

      Link zur ver.di-Pressemitteilung und zur Stellungnahme

    • Buch: Drucken auf Bestellung

      CPI Screenshot Werbefilm Müller Martini CPI

      Heute produziert, morgen geliefert | CPI kooperiert in Erfurt mit Zeitfracht

      Ein einzelnes Buch nachdrucken? Noch vor Jahren hätte eine solche Idee einen Kostenschock bei der Kundschaft und allein wegen der Rüstzeiten Kopfschütteln in den Druckereien verursacht. Doch inzwischen gibt es den Druck auf Bestellung – Print-on-Demand – mit geeigneter Digitaldruck- und Weiterverarbeitungstechnik. Damit sind kleinste Auflagen möglich, die noch dazu schnell geliefert werden.

      Link zum Artikel auf ver.di-drupa

    • Unterwegs zur Pressekiste

      Pressekiste Joachim E. Röttgers Pressekiste

      Betriebskitas sind selten. Noch seltener sind solche für Kinder von Eltern, die in der Druckindustrie und Verlagen arbeiten. Die Pressekiste ist eine Ausnahme.

      Link zum Artikel auf verdi-drupa.de

    • IU Mag #2 dreht sich um Buch, Verlagswesen, E-Lending

      IU Mag Buch Initiative Urheberrecht IU Mag Buch

      IU Mag ist das neue Magazin der Initiative Urheberrecht. Das IU Mag #2 dreht sich um Buch, Verlagswesen, E-Lending. Mit Beiträgen von Mario Giordano, Juli Zeh und vielen weiteren Expert:innen für Wort und Recht.

      Link zu IU Mag

    • Funke Mediengruppe: Aufträge als Druckmittel

      Wer glaubt, die Schließung einer Druckerei sei Unheil für die einen und Glück für die anderen, irrt. Die Funke Mediengruppe macht alle zu Verlierern – außer sich selbst.

      Ausführlich auf verdi-drupa.de

    • Orientierungsseminare für neugewählte Betriebsratsmitglieder

      Glückwunsch zur Wahl! Neue Betriebsratsmitglieder haben in der Regel eine Menge Fragen: Was darf ich? Was muss ich? Welche Aufgaben hat der Betriebsrat und wo steht das? Im Orientierungsseminar geht es um Fragen der Mitbestimmung, um rechtliche Grundlagen, aber auch um die Stellung des Betriebsrats und wie sich jemand Informationen beschaffen kann.

      Den ersten Einblick gibt es für neu gewählte Betriebsratsmitglieder in der Druckindustrie und den Verlagen sowie in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie.

      Orientierungsseminare für neu gewählte Betriebsratsmitglieder 8.–10. Juni 2022 in Bielefeld-Sennestadt und 20.–22. Juni 2022 in Bielefeld-Sennestadt

      Link zu weiteren ver.di-Seminaren


    Ausgabe 2022-02-10
     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

    in den kommenden Wochen stehen wieder die Betriebsratswahlen an. ver.di-Kolleg*innen kandidieren dabei auf ver.di-Listen. Die Mitbestimmung im Betrieb ist einer unserer Grundpfeiler, um gute und faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen. 

    Der Betriebsrat kann viel für die Beschäftigten erreichen, auch im Zusammenspiel mit ver.di. Deshalb bitten wir darum, unsere Kandidat*innen zu wählen.

    Für den herstellenden und verbreitenden Buchhandel konnte in Berlin ein Abschluss erreicht werden. In mehreren Betrieben verlaufen die Tarifverhandlungen dagegen zäh. Einen kurzen Überblick haben wir Euch hier zusammengestellt. 

    Und auf zu neuen Ufern: Studieren mit gewerkschaftlichem Stipendium, ist auch ohne Abitur möglich.

    Herzliche Grüße

    das Team des ver.di-Verlagsnewsletters

     
    Mit diesen Themen:

    • Streichkonzert bei Stuttgarter Zeitungen
    • AFP Agence France-Presse GmbH: Auch zweite Tarifverhandlungsrunde ergebnislos
    • Tagesspiegel: Arbeitgeber wenig konstruktiv!
    • Zeit Online: Angleichung ohne Arbeitszeit?
    • Herstellender und verbreitender Buchhandel Berlin: Tarifabschluss!
    • Safer Internet Day: Cookies am Pranger
    • Die MABB fördert nun auch Lokaljournalismus
    • Neue Quartalsberichte zur Medienwirtschaft online
    • Studium mit gewerkschaftlichem Stipendium
    • DGB-Aufruf zum Internationalen Frauentag 2022: Wandel ist weiblich!
    • Betriebsratswahlen: Für das Plus durch Mitbestimmung
    • Streichkonzert bei Stuttgarter Zeitungen

      SWMH JOACHIM E. RÖTTGERS GRAFFITI, COLLAGE: WERKZWEI SWMH

      Bei der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“, soll erneut gespart werden. Bis Jahresende sollen bis zu 55 Stellen in der Verlagsgruppe wegfallen, die zur Südwestdeutschen Medien Holding (SWMH) gehört. Verkauft wird dieser Kurs als Umstrukturierung nach einem ganz neuen Modell mit dem Fokus auf Digitalabos. Alle Ressorts werden abgeschafft. Themen-Teams liefern die Artikel. Lokale Berichterstattung wird minimiert. 

      Ausführlicher Artikel auf M Online

    • AFP Agence France-Presse GmbH: Auch zweite Tarifverhandlungsrunde ergebnislos

      AFP Protest Christian von Polentz/transitfoto AFP Protest

      Auf Einladung von dju in ver.di und DJV hat am 8. Februar die zweite Tarifverhandlung zur Gehaltstarifrunde 2022 stattgefunden, der Gehaltstarifvertrag war von den Gewerkschaften zum 31. Januar 2022 gekündigt worden. Auch diese endete ergebnislos und wurde wegen zunächst nicht überbrückbarer Differenzen vertagt.

      Ein Angebot der Arbeitgeber*innen lehnten die Gewerkschaften ab, da das Gesamtvolumen der linearen Erhöhung für zwei Jahre nur drei Prozent betragen würde. Die Gewerkschaften wiederum unterbreiteten zwei Gegenangebote, die die Arbeitgeber*innen nicht akzeptierten. 

      Für den 22. Februar wurde ein neuer Verhandlungstermin vereinbart.

      Link zum Tarifinfo

    • Tagesspiegel: Arbeitgeber wenig konstruktiv!

      Tagesspiegel Christian von Polentz/transitfoto Tagesspiegel

      Am 20. Januar fand die sechste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Tagesspiegel in Berlin statt. In den ersten Gesprächsrunden hatten  die Gewerkschaften den Eindruck, dass die Arbeitgeber*innen an einer konstruktiven Lösung interessiert waren. Diese positive Einschätzung musste nun revidiert werden. Auf dem Weg zu einem Tarifvertrag, der die Situation der Beschäftigten beim Tagesspiegel deutlich verbessert, seien die  Verhandlungspartner*innen nicht weitergekommen. Nun habe es sogar einen Rückschritt gegeben, bemängelten die Gewerkschaften ver.di/dju und der DJV in einer gemeinsamen Information.
      Die Schwierigkeiten begründeten die Arbeitgeber*innen mit einer fehlenden Datenbasis, um die Kosten eines neuen Tarifvertrags zu berechnen. Zuvor hatten die Gewerkschaften ihre Mitglieder in Verlag und Redaktion bereits aufgerufen, fehlende Daten an die Arbeitgeber*innen zu melden. Hier werden Betriebsrat und Gewerkschaften noch einmal aktiv werden. 
      Am 23. Februar 2022 findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Die Gewerkschaften erwarten bis dahin ein Angebot der Arbeitgeber*innen. Sollte es keine Fortschritte geben, kündigten sie weitere Schritte auch durch öffentliche Protestaktionen an. 

      Wir informieren auf der Internetseite des Bereichs Medien, Kunst und Industrie Berlin-Brandenburg über den weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen. 

      Direkter Link

    • Zeit Online: Angleichung ohne Arbeitszeit?

      Zeit Online Christian von Polentz/transitfoto.de Zeit Online

      Über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren Richtung Urlaubsgeld für alle, eine Jahresleistung (Weihnachtsgeld) ohne zwei Jahre Anwartschaft, volle Presseversorgung für Redakteurinnen und Redakteure sowie eine Eingruppierung für Studierende in eine der unteren Gehaltsgruppen als Angestellte – dieses Angebot haben die Arbeitgeber*innen in der ersten Verhandlungsrunde Ende Januar skizziert.

      Einiges Gutes, aber über die Angleichung der Arbeitszeit auf das tarifliche Niveau von 36 Wochenstunden für die Redakteurinnen und Redakteure sowie 35 Stunden für die Angestellten – oder eine Vergütung der heutigen übertariflichen Wochenarbeitszeit von vier bzw. fünf Stunden – wollten die Arbeitgeber*innen gar nicht sprechen. Auch andere Punkte wie das 15. Berufsjahr für Redakteurinnen und Redakteure oder die Tarifgehälter für Führungskräfte wurden von ihnen zunächst ausgeklammert.

      Am 15. Februar gehen die Gespräche weiter.

      Link zum Tarifinfo

    • Herstellender und verbreitender Buchhandel Berlin: Tarifabschluss!

      Buch Tarif Buch Tarif

      Am 26. Januar 2022 konnte nach mehrstündiger Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband der Verlage und Buchhandlungen Berlin-Brandenburg e.V. ein Tarifergebnis erreicht werden. Dem Ergebnis haben die Gremien beider Tarifvertragsparteien zwischenzeitlich zugestimmt. Danach erhöhen sich die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen im herstellenden und verbreitenden Buchhandel um 4,6 Prozent in zwei Stufen. Zum 1. Februar 2022 erhalten die Beschäftigten drei Prozent und zum 1. Februar 2023 weitere 1,6 Prozent mehr Geld.  
      Der Tarifvertrag ist kündbar zum 31. Januar 2024. 

      Link zur ver.di-Landesfachgruppe Berlin-Brandenburg

    • Safer Internet Day: Cookies am Pranger

      Cookies kalhh/Pixabay Cookies

      Das Ende der Cookie-Ära rückt näher: Google will ab 2023 Drittanbieter-Cookies blockieren, um die Vorgaben der europäischen Datenschutzgrundverordnung einzuhalten. Das bedeutet das Aus für das bisherige System der Online-Werbung, das auf dem massenhaften Sammeln und Auswerten des Nutzungsverhaltens Einzelner basiert. Weil sich damit auch das System weg von einer personen- hin zu einer kontextbezogenen Werbung ändert, zeigt sich die Verlags- und Werbebranche höchst alarmiert.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Die MABB fördert nun auch Lokaljournalismus

      Eine Video-Podcast-Serie über die Kulturszene in Cottbus? Ein Wochenmagazin über den Sportbetrieb in der Kreisliga Strausberg? Crossmediale Lokalnews für die Prignitz? Unwahrscheinlich, da unrentabel? In Berlin-Brandenburg versucht die dortige Medienanstalt MABB seit Ende 2020, mit einem Förderprogramm speziell lokaljournalistische Angebote gezielt zu unterstützen. Ein Modell, das bundesweit Schule machen könnte.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Neue Quartalsberichte zur Medienwirtschaft online

      Logo Quartalsberichte Spalte neu2 quartalsberichte

      Die Quartalsberichte zur Medienwirtschaft für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 von Gert Hautsch stehen online.

      Sie bestehen wie immer aus drei Teilen:

      • Branchenübersicht - Noch unter Vor-Corona-Niveau
        Den statistischen Indizien nach erholt sich die Medienwirtschaft von den Pandemiefolgen. Die längerfristigen Trends bleiben allerdings ungebrochen: Die Auflagen der gedruckten Periodika schrumpfen, Video- und Audiostreaming verändern die Marktanteile zu ihren Gunsten und erzeugen offenbar auch andere Nutzungsgewohnheiten. Die Buchbranche hält sich stabil, wobei sich die Gewichte vom Laden- zum Onlineverkauf verschieben. Auch bei den Kinos sprießen neue Hoffnungen.

      • Konzernübersichten - Alphabet ist Spitze
        Im internationalen Maßstab war 2020 Alphabet der umsatzstärkste Medienkonzern. In Deutschland führt Bertelsmann die Rangliste an. Auch während der Pandemie sind fleißig Medienunternehmen gekauft bzw. verkauft worden. Die Gehälter der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bewegen sich trotz Pandemie in horrender Höhe. Die Geschäftsentwicklung der führenden Konzerne ist 2021 gut bis sehr gut verlaufen.

      • Übernahmen und Beteiligungen: Von Anthem bis ZDF
        Zwischen Oktober und Dezember 2021 sind mindestens 37 Fälle von Übernahmen, Beteiligungen und Gemeinschaftsfirmen mit deutschen Medienunternehmen bekannt geworden. Zu den herausragenden Deals gehörten der Verkauf von Gravitas Ventures durch ProSiebenSat.1, die Kapitalaufstockung durch Mediaset bei P7S1 auf 19,1 Prozent, der Verkauf von Gofeminin durch Funke, der Verkauf von Jameda durch Burda und der Erwerb diverser Verwertungsrechte von Musikgrößen durch Bertelsmann. 

      Link zu den Quartalsberichten

       

    • Studium mit gewerkschaftlichem Stipendium

      Auch im Jahr 2022 haben interessierte berufstätige Ehrenamtliche wieder die Möglichkeit, sich in einem elfmonatigen Vollzeit-Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit (EAdA) in Frankfurt/Main weiterzuqualifizieren. Der nächste Lehrgang beginnt am 1. Oktober 2022; Bewerbungen sind bis 31. März 2022 möglich.

      Mit der akademischen Ausbildung an der EAdA wird unseren engagierten Ehrenamtlichen ein stipendiengefördertes Studium auch ohne Abitur ermöglicht.

      Ausführliche Informationen bei M Online

    • DGB-Aufruf zum Internationalen Frauentag 2022: Wandel ist weiblich!

      Frauentag 2022 DGB Frauentag 2022

      Auch in diesem Jahr rufen am 8. März Gewerkschaftsfrauen zum Weltfrauentag auf. Lasst uns auch in diesem Jahr gemeinsam und mit voller Kraft für Frauen und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit streiten. Denn für uns ist klar: Der Wandel ist weiblich!

      Link zum DGB-Aufruf

    • Betriebsratswahlen: Für das Plus durch Mitbestimmung

      Betriebsratswahlen 2022 ver.di Betriebsratswahlen 2022 _Bühne

      Höheres Entgelt, bessere Arbeitsbedingungen, sicherere Arbeitsplätze – es hat große Vorteile in einem Betrieb mit Betriebsrat zu arbeiten. Vom 1. März bis zum 31. Mai 2022 stehen in vielen Betrieben Betriebsratswahlen an. In Betrieben, die noch keine Interessenvertretung haben, können jederzeit Betriebsräte gewählt werden. Für das Plus durch Mitbestimmung treten ver.di-Kandidatinnen und -Kandidaten auf ver.di-Listen an.  

      Link zur ver.di-Seite "Das ABC zum Betriebsrat"


    Ausgabe 2022-01-05

     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

    rund 80 Prozent tarifgebundene Unternehmen und eine hohe Zahl an allgemeinverbindlichen Tarifverträgen: Was klingt, wie ein verspätetes Weihnachtsmärchen, ist doch Realität. Nur leider nicht bei uns, sondern in den Niederlanden. Dort hat Koninklijke Brill NV ihren Sitz, die Eigentümer der deutschen Brill-Verlagsgruppe ist. Letztere übernahm Vandenhoeck & Ruprecht. Bei Vandenhoeck & Ruprecht haben aber auch nicht die niederländischen Eigentümer für Bewegung gesorgt, sondern die Beschäftigten selbst. Sie organisierten sich in ver.di und nun wird verhandelt. 

    Wir wünschen Euch allen einen guten Start ins neue Jahr. Gemeinsam werden wir auch in 2022 für gute Tarifergebnisse einstehen. 

    Herzliche Grüße

    das Team des ver.di-Verlagsnewsletters

     
    Mit diesen Themen:

    • Vandenhoeck & Ruprecht auf dem Weg in die Tarifbindung?
    • Westermann: Mehr Druck bei Druck und Verlag
    • Zeit Online: Schnelle und gute Sondierung mit dem Arbeitgeber
    • Tarifverhandlungen Tagesspiegel: Es geht voran
    • dpa: Tarife steigen um bis zu 6 Prozent
    • Zeitungsverleger bieten Nullrunde für 2022 an
    • DuMont Schauberg: Rote Linie überschritten
    • Rote Karte für Verlag „Kieler Nachrichten“
    • Neuer Beruf für die virtuelle Welt
    • Was ändert sich 2022 für Beschäftigte?
    • 35. Journalismustag am 30. April 2022
    • Presseausweis 2022
    • Vandenhoeck & Ruprecht auf dem Weg in die Tarifbindung?

      Wissenschaftsverlag Gerd Altmann/Pixabay Wissenschaftsverlag

      Gleichsam als Zeichen guten Willens hat die Geschäftsführung des Verlagskonzerns Brill Deutschland den rund 60 Beschäftigten des Göttinger Wissenschaftsverlages Vandenhoeck & Ruprecht eine Anhebung der derzeitigen Gehälter um zwei Prozent zugesagt. Dazu kommt eine Einmalzahlung von 350 Euro. Das war in einer Videokonferenz das erste Ergebnis vorweihnachtlicher Tarifverhandlungen.

      Eine Festschreibung in einem formellen Tarifvertrag steht jedoch noch aus. Verhandlungen darüber sollen Ende Januar fortgesetzt werden, berichtet der zuständige ver.di-Sekretär Orhan Sat.

      Link zum ausführlichen Artikel von Friedrich Siekmeier

       

    • Westermann: Mehr Druck bei Druck und Verlag

      Warnstreik Westermann Bernward Comes Bei der Streikkundgebung:  – ver.di-Gewerkschaftssekretär Orhan Sat und die Bundestags-Kandidaten von Die Linke, Alper Özgür, und Christos Pantazis (SPD).

      Ein weiterer gemeinsamer Streik bei Westermann in Braunschweig zeigt: Die praktische Solidarität zwischen dem Druckbetrieb und den Angestellten der Braunschweiger Schulbuchverlage steht. Waren sie in diesem Jahr im September erstmals zusammen vor die große Einfahrt zum Betriebsgelände gegangen, so haben sie nach einer weiteren Aktion im Oktober Anfang November erneut Seite an Seite die Arbeit niedergelegt. Oder genauer: Erstmals mehrtägig – an drei Tagen nacheinander. Zuerst sind die Drucker in ihren Schichten vor‘s Tor gezogen; den Abschluss haben am dritten Tag die Verlagsbeschäftigten gesetzt.

      Link zum ausführlichen Artikel von Friedrich Siekmeier

    • Zeit Online: Schnelle und gute Sondierung mit dem Arbeitgeber

      Zeit Online Christian von Polentz/transitfoto.de Zeit Online

      Keine Stoppschilder, keine Denkverbote, dafür eine offene, verhandlungsbereite Atmosphäre: So beschrieben die Vertreter der dju in ver.di und des DJV die Sondierungsrunde mit der Arbeitgeberin. Besprochen wurden neben Organisatorischem vor allem die Eckpunkte der Forderungen – die hundertprozentige Anerkennung des VDZ-Tarifvertrags: Die vollen Beiträge und Leistungen des Presseversorgungswerkes, die Absenkung auf die tarifliche Wochenarbeitszeit, die Geltung der Gehaltsstufe für das 15. Berufsjahr für die Redaktion und der Gehaltstabelle II für Redakteur*innen in besonderer Stellung, sowie die Zahlung des Urlaubsgeldes, die Vergütung der Studierenden deutlich über dem zukünftigen Mindestlohn, die Eintarifierung für die studentischen Beschäftigten und die Anspruchsvoraussetzungen für die Jahresleistung. Geschäftsführung und Chefredaktion waren davon nicht überrascht. Der Verlag wird nun eine Anpassung des Tarifvertrages im Detail durchrechnen und eine Bewertung vornehmen. Von sich aus regten die Chefredaktion und Geschäftsführung an, dass schon 2022 eine erste Stufe der Anpassung erfolgen soll. Einigkeit bestand, dass dies eine Maßnahme sein muss, von der bei ZEIT ONLINE alle Beschäftigten profitieren. 

      Link zum ausführlichen Tarifinfo

    • Tarifverhandlungen Tagesspiegel: Es geht voran

      Tagesspiegel Christian von Polentz/transitfoto Tagesspiegel

      Am 8. Dezember fand die fünfte Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten des Tagesspiegel statt. Die Vertreter der Gewerkschaften sprachen mit der Arbeitgeberseite über die Eingruppierung der Beschäftigten in Redaktion und Verlag in die Gehaltsgruppen der Flächentarifverträge. Am 20. Januar sollen in einer längeren Verhandlung die noch offenen Fragen geklärt werden. Ein weiterer Verhandlungstermin ist für den 23. Februar ausgemacht. 

      Link zur dju Berlin-Brandenburg

    • dpa: Tarife steigen um bis zu 6 Prozent

      dpa Christian von Polentz/transitfoto.de dpa

      Für die etwa 800 Beschäftigten der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Tochterunternehmen im Berliner Newsroom und der dpa-Landesbüros steigen nach dem erzielten Tarifabschluss die Gehälter ab Januar um einen gestuften Festbetrag zwischen 100 und 85 Euro, danach ab Januar 2023 für alle gleichmäßig linear um 2,1 Prozent. Zusätzlich wurden hohe Einmalzahlungen vereinbart.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Zeitungsverleger bieten Nullrunde für 2022 an

      Das Angebot der Verleger bleibt weit hinter den Erfordernissen zurück und bedeutet ein drittes Jahr in Folge eine Nullrunde für die Redaktionen“, kommentierte der Verhandlungsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Matthias von Fintel, die zweite Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV). Demnach soll es für die rund 12.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten erst ab dem 1. Dezember 2022 mehr Geld geben.

      „Bis zum 1. Dezember 2022 keinen Cent mehr, also eine Nullrunde, danach Tariferhöhungen von 2,5 Prozent in zwei Stufen (1,2 Prozent Ende 2022 und 1,3 Prozent Ende 2023), dazu eine Laufzeit von 32 Monaten ab dem 1. Januar 2022 – dieser sichere Reallohnverlust entspricht in keiner Weise dem von uns geforderten Signal der Wertschätzung, sondern ist in allen Bestandteilen eine Zumutung für die Zeitungsjournalistinnen und -journalisten.“ Seit fast zwei Jahren müssten sie unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie arbeiten. Das sei nun der Dank für diesen großen Einsatz und die hohe Bereitschaft, die notwendigen Anpassungen mitzugestalten.

      „Einzig das Signal, über eine Corona-Prämie zu verhandeln, ist positiv“, stellte von Fintel klar. Die angebotene Höhe von 350 Euro sei aber viel zu niedrig, allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn die Journalistinnen und Journalisten ein Jahr auf mehr Geld warten müssten.

      Die dju in ver.di fordert eine Festbetragserhöhung von 200 Euro ab Januar 2022 mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Honorare für freie Zeitungsjournalistinnen und -journalisten sollen um fünf Prozent erhöht werden. Damit und mit einer zusätzlichen Corona-Prämie von 500 Euro soll den Rekordwerten an Inflation und Belastungen im Homeoffice für den Großteil der Zeitungskolleginnen- und -kollegen Rechnung getragen werden.

      Die Tarifverhandlung wurde auf eine dritte Runde am 24. Januar 2022 vertagt.

      Link zu den dju-Tarifnews

    • DuMont Schauberg: Rote Linie überschritten

      In einer überraschend anberaumten Videokonferenz sind die Redakteur:innen von Kölner Stadt-Anzeiger und Express im Dezember darüber informiert worden, dass alle festangestellten Fotograf:innen zum 30. Juni 2022 gekündigt werden. Das Kölner Unternehmen DuMont Schauberg, das neuerdings unter dem Namen „Kölner Stadt-Anzeiger Medien“ firmiert, hat entschieden, ab dem 1. Juli 2022 das Bildmaterial bei freien Fotograf:innen oder Fotoagenturen einzukaufen. Zudem ist die Erwartungshaltung der Geschäftsführung um CEO Thomas Schultz-Homberg, dass die Redakteur:innen immer mehr Bildmaterial selbst mit ihren Mobiltelefonen erstellen – und die Arbeit der professionellen Fotografen ersetzen.

      Link zur Meldung beim ver.di-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen

    • Rote Karte für Verlag „Kieler Nachrichten“

      Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten Verband (DJV) beim Landgericht Flensburg Klage gegen den Zeitungsverlag „Kieler Nachrichten“ eingereicht. Der Verlag hatte seinen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Honorarbedingungen aufgezwungen, die die branchenweit geltenden Gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie an Tageszeitungen erheblich unterschreiten. Dafür gibt es jetzt eine Rote Karte per Verbandsklagerecht.

      Link zum ausführlichen Artikel auf M Online

    • Neuer Beruf für die virtuelle Welt

      Virtual Reality PROJEKT SOCIAL VIRTUAL LEARNING Virtual Reality

      Ob Lernmedien, Medizin, Werbung, Kultur, Architektur, Bau oder Spiele – überall boomt Virtual Reality. Stellt sich die Frage: Wer gestaltet diese Produkte? Höchste Zeit, dass dafür ein eigener Ausbildungsberuf geschaffen wird.

      Ab Sommer 2023 könnte die Gestaltung immersiver Medien als dreijährige Ausbildung angeboten werden. Immersiv – abgeleitet von dem englischen Wort »immersion« – heißt so viel wie eintauchen, sich vertiefen – in die virtuelle Welt.

      Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat festgestellt, dass es einen steigenden Bedarf für die Gestaltung der Produkte gibt.

      Link zum ausführlichen Artikel auf verdi-drupa.de

    • VG Wort hat Verlagsbeteiligung beschlossen

      Die Verwertungsgesellschaft Wort hat auf ihrer virtuellen Mitgliederversammlung am 10. Dezember die Änderung ihrer Ausschüttungsquoten aufgrund der Verlagsbeteiligung beschlossen. Wo es schon vorher eine Ausschüttungsquote von 70 Prozent für Urheber*innen zu 30 Prozent für die Verlage galt, bleiben diese Quoten. In allen anderen Ausschüttungsbereichen ändern sich die Quoten ab 7. Juni 2021 – meist vorher bei 50 zu 50 Prozent – auf 66,7 Prozent zugunsten der Urheber*innen zu 33,3 Prozent zugunsten der Verlage.

      Link zum Artikel auf M Online

    • Was ändert sich 2022 für Beschäftigte?

      2022 ver.di 2022

      Das neue Jahr startet mit einer neuen Regierung und auch mit zahlreichen neuen Gesetzen und Verordnungen. Welche Änderungen im Jahr 2022 auf Beschäftigte zukommen, zeigt eine Übersicht von ver.di von A wie Ausbildung bis W wie Wahlalter.

      Link zur ver.di-Übersicht

    • 35. Journalismustag am 30. April 2022

      JT 2022 dju JT 2022

      Bye, bye, bad news. Mit „Constructive Journalism“ durch die Krise?

      Der Journalismustag im Berliner ver.di-Haus bietet jedes Jahr rund 200 Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit, Neues und Nachdenkenswertes über wichtige Trends und Themen im Journalismus zu erfahren und dies mit Referentinnen und Referenten sowie Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren.

      Der konstruktive Journalismus wird das Thema des 35. Journalismustags sein, aber wegen der pandemischen Lage nicht am 29. Januar 2022, sondern am 30. April: Wir wollen in Präsenz tagen!

      Gesamtgesellschaftliche Herausforderungen wie die Corona-Pandemie oder die Klimakrise stellen Medien vor die Aufgabe, diese Umbrüche adäquat aufzuarbeiten. Konstruktiver Journalismus verspricht darauf passende Antworten, indem er nicht nur die Probleme in den Blick nimmt, sondern auch nach Lösungen dafür sucht, um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen. Wir wollen diskutieren, welche Chancen und Risiken dieses neue Tool im journalistischen Handwerkskoffer bietet, wo sich der konstruktive Ansatz in der Praxis bereits bewährt hat und wie sich das auf die Monetarisierung auswirkt. Außerdem wollen wir wissen, ob Constructive Journalism angesichts einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft die Debattenkultur positiv beeinflussen kann.

      Link zur dju in ver.di

    • Presseausweis 2022

      Der Antrag für den Presseausweis 2022 steht bei der dju in ver.di online.

      Link zur dju in ver.di