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    Personalabbau - ver.di übt deutliche Kritik an der Personalpolitik

    Cornelsen Schulbuchverlage

    Personalabbau - ver.di übt deutliche Kritik an der Personalpolitik

    ver.di-Bildungsportal, ver.di-Seminare DerGrafischer / photocase.com Buch

    18.03.2013 - Die ca. 1.000 Beschäftigten der Cornelsen Schulverlage GmbH (CSV) stehen vor einem massiven Personalabbau. Nach einer Bewertung durch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist im 1. Halbjahr 2013 mit dem Abbau von Arbeitsplätzen in dreistelliger Höhe zu rechnen. Diese Zahl ist aber von Seiten der Geschäftsführung bisher noch unbestätigt. ver.di erwartet, dass die Beschäftigten am 21. März 2012 im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung in Berlin über den geplanten Personalabbau informiert werden.

    ver.di lehnt diesen Personalabbau ab. Die CSV ist kein Sanierungsfall und hat ein positives Betriebsergebnis. Ohne erkennbare Not werden Beschäftigte zur Sicherung der zukünftigen Rendite der Gesellschaft auf die Straße gesetzt. Der Betriebsrat hat jüngst Regelungen über einen Rahmensozialplan, Vorruhestand, Altersteilzeit mit der Geschäftsführung vereinbart.
    Nach den vorliegenden Informationen und der Bewertung von ver.di wurden in den vergangenen Monaten Beschäftigte angesprochen und die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses angeboten. Dies ist rechtlich zulässig. Lehnte der Beschäftigte ab, wurde aber nach den vorliegenden Informationen von ver.di massiver Druck auf Beschäftigte ausgeübt, um somit eine „freiwillige“ Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu erreichen. Nach einer Einschätzung von ver.di wird der Druck planvoll, systematisch und bewusst von der Arbeitgeberin in der Personalarbeit eingesetzt.
    „Der CSV geht es wirtschaftlich gut. Der Personalabbau ist nicht alternativlos. Die Geschäftsführung muss Ihre Strategie überdenken. Der Wettbewerb mit dem Ernst Klett Verlag um die Marktführerschaft darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Es ist mit dem Betriebsrat und Gewerkschaft über sozialverträgliche Alternativen zu verhandeln“, sagt Jörg Reichel, der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär. Reichel weiter: „Der auf die Beschäftigten ausgeübte Druck ist ein Skandal. Die Betroffenen leiden unter der Entwürdigung und Entwertung Ihrer Person und Arbeitsleistung.“