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ver.di kämpft für den Erhalt der Tarifverträge für die Druckindustrie

ver.di kämpft für den Erhalt der Tarifverträge für die Druckindustrie

ver.di-Presseinformation

01.03.2019 - Im Tarifkonflikt mit dem Bundesverband Druck und Medien (bvdm) erklärt sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), unverändert zu Verhandlungen bereit: „ver.di hat die Arbeitgeber im bvdm bereits auf regionaler Ebene zu Tarifgesprächen aufgefordert und verteidigt den Tarifvertrag in der Druckindustrie. Wir wollen den festgefahrenen Tarifkonflikt lösen. Alle anderen Behauptungen des bvdm entbehren jeder Grundlage. Allerdings müssen die Bedingungen stimmen: Der bdvm versucht, die Beschäftigten mit vollkommen unzureichenden Angeboten zu ködern. Denn letztlich wollen die Arbeitgeber eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und bieten Lohnerhöhungen an, die die Inflation nicht ausgleichen“, sagte Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender und Verhandlungsführer. Er bezog sich damit auf jüngste Äußerungen des bvdm (https://www.bvdm- online.de/presse/pressemitteilungen/2019/tarifverhandlungen-druckindustrie-bvdm-empfiehlt- lohnerhoehung/)

ver.di begrüßt, dass der bvdm offenbar an den Verhandlungstisch zurückkehren wolle. Die Gewerkschaft hat bereits Termine für die zweite und dritte Aprilwoche vorgeschlagen. „Wir erwarten, dass sich der bvdm seiner Verantwortung bewusst wird und endlich von seiner Haltung abrückt, Lohnerhöhungen nur bei gleichzeitigen Verschlechterungen im Manteltarifvertrag abzuschließen“, unterstrich Werneke.

Der bvdm hatte den Manteltarifvertrag für die rund 140.000 Beschäftigten in der Druckindustrie zum 31. September 2018 gekündigt und will massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen durchsetzen. ver.di fordert die unveränderte Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages und Verhandlungen über einen akzeptablen Lohnabschluss. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn.

Der bvdm verweigert den Beschäftigten allerdings einen Tarifabschluss über Lohnerhöhungen, solange ver.di nicht bereit ist, über Verschlechterungen bei Zuschlägen, Arbeitszeit und Sonderzahlungen zu verhandeln. Auch Regelungen zum altersgerechten Arbeiten knüpfte der bvdm bislang an diese grundlegenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Deswegen hatte ver.di die regionalen Unternehmerverbände der Druckindustrie in Bayern, NRW und Baden-Württemberg zu Gesprächen aufgefordert.