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Zeitungsverleger haben nichts anzubieten

Zeitungsverleger haben nichts anzubieten

Erste Verhandlung für die Angestellten in den Zeitungsverlagen Bayern

16.03.2016 - Für die Beschäftigten in den bayerischen Zeitungsverlagen fand am 16.03. in München endlich die erste Runde in den Lohn- und Gehaltsverhandlungen statt. 

Der Fachbereich Medien, Kunst und Industrie in ver.di Bayern fordert in diesem Tarifbereich eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5 Prozent, mindestens aber eine Anhebung um150 Euro. Auch für die Azubis soll es 5 Prozent mehr geben. Nach einem intensiven, teils kontroversen Austausch zur Einschätzung der Branchenlage  stand am Ende leider kein Angebot, sondern die Vertagung.

Verlagsangestellte werden seit Jahren finanziell abgekoppelt

ver.di machte deutlich, dass die Angestellten in den Zeitungsverlagen seit Jahren von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden und dass die Tariferhöhungen der letzten acht Jahre noch nicht einmal ausreichten, um die Teuerungsrate auszugleichen. Gemeinsam mit den Redakteur/innen an Tageszeitungen liegen auch Bayern Verlagsbeschäftigte im Ranking der Einkommensentwicklung am Tabellenende. Dabei ist die wirtschaftliche Lage in vielen Zeitungsverlagen in Bayern nachweislich gut bis sehr gut und das trotz Auflagen- und Anzeigenrückgängen, was die ver.di-Verhandlungskommission auch belegen konnte.

Die Verhandlungen werden am Freitag, den 22.04.2016 fortgesetzt.