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Tarifvertrag Altersvorsorge


Tarifvertrag Altersvorsorge


Am 2. September fand die erste Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen zur Neufassung des gekündigten Tarifvertrages zur Altersvorsorge in der Papierverarbeitung statt. Die Verhandlungen endeten ergebnislos. Sie werden am 18. Oktober 2019 fortgesetzt.

Die ver.di-Tarifkommission ist mit der Forderung nach einem Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 100,00 Euro pro Monat und Beschäftigtem in die Verhandlungen eingestiegen. Die Arbeitgeber hatten kein Verständnis dafür, dass kurz nach der Lohnrunde erneut eine Forderung mit Lohnbestandteilen in dieser Höhe gestellt wird. Die Vertreter*innen des Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e.V. (HPV) bezeichneten es als „unanständig“ und „unverschämt“ diese Forderung zum jetzigen Zeitpunkt zu stellen.

Sie würden einen Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge - wenn überhaupt - nur realisieren können, wenn sie dafür eine Kompensation aus dem Manteltarifvertrag bekommen. 

Welche Gegenforderungen der HPV hat, haben sie noch nicht erklärt. In den Mantelgesprächen hat der HPV bisher im Wesentlichen die Themen Einschränkung bzw. Abschaffung der doppelten Freiwilligkeit für regelmäßige Samstagsarbeit, Verkürzung der Ruhezeiten und die Möglichkeit zur Verlängerung bzw. Verkürzung der Arbeitszeiten ohne Beteiligung des Betriebsrates oder ver.di genannt. Eine solche thematische Verknüpfung ist für die ver.di-Tarifkommission so nicht vorstellbar.

Aufgrund der drohenden Altersarmut und einer massiven Absenkung des Lebensstandards in der Rente für eine immer größer werdende Zahl von Beschäftigten wollen wir in den Verhandlungen einen echten Zusatzbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge für die Beschäftigten in der PPKV erreichen.

Um das zu erreichen brauchen wir Jede und Jeden!
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Starke Gewerkschaft – starke Tarifverträge!