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    Zeitungsverlage Bayern: 4,5 % mehr Einkommen gefordert - und …

    Zeitungsverlage Bayern: 4,5 % mehr Einkommen gefordert - und vertagt

    ver.di-Tarifinfo

    Tarifparteien treffen sich in gut vier Wochen erneut


    17.09.2021 - Wenige Tage nach dem Ende des Tarifvertrags 2020/2021 haben ver.di und die Verhandlungskommission der bayerischen Zeitungsverleger (vbzv) die Verhandlungen zu den Lohn- und Gehaltstarifverträgen aufgenommen.

    Die Verhandlungskommission von ver.di stellte dazu die Forderung von 4,5 % mehr Einkommen – auch für die Azubis – bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Dies hat ver.di zum Auftakt ausführlich begründet, die Arbeitgeberseite stellte vor allem ihre Sicht auf die Lage der Tageszeitungen in Bayern dar. Am Ende vertagte man sich zur zweiten Runde auf Ende Oktober bzw. Anfang November.

    In der Tarifrunde 2020 hatte ver.di unter dem Eindruck der Pandemie auf eine fristgerechte Kündigung der Lohn- und Gehaltstarifverträge verzichtet. Mit dem vbzv wurde damals vereinbart, dass die Beschäftigten in den Zeitungsverlagen als Ausgleich und Anerkennung ihrer Leistungen 3 zusätzliche freie Tage bekommen.

    Eine wesentliche Rolle in der neuen Verhandlungsrunde spielte die inzwischen sehr hohe Inflationsrate und die Tatsache, dass die ausgedehnte Kurzarbeit in vielen Zeitungsverlagen insbesondere die Beschäftigten finanziell stark belastete. „Es wird Zeit, dass nun wieder mehr Geld in die Taschen der Beschäftigten kommt,“ so Christa Hasenmaile, Landesfachbereichsleiterin Medien, Kunst und Industrie bei ver.di Bayern.