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    Passauer Neue Presse kauft die Mittelbayerische Zeitung

    Passauer Neue Presse kauft die Mittelbayerische Zeitung

    Pressevielfalt schwer beschädigt

    ver.di in Sorge um Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und Medienangebot für die Leserschaft

    31.07.2021 - Mit der überraschenden Bekanntgabe, dass die Verlagsgruppe der Passauer Neuen Presse (PNP) nach der Übernahme des Donaukuriers in Ingolstadt nun auch die Mittelbayerische Zeitung in Regensburg aufgekauft hat, stirbt wieder ein Stück der viel gelobten Pressevielfalt in Bayern.

    Nicht nur für die Leserschaft der MZ hat es Konsequenzen, wenn die Medienlandschaft eine weitere unabhängige Tageszeitung verliert, schwere Sorgen muss man sich, so Christa Hasenmaile, Landesfachbereichsleiterin Medien, Kunst und Industrie bei ver.di Bayern, vor allem um die Beschäftigten in Regensburg und den Außenredaktionen machen.

    Schon nach dem Kauf des Donaukuriers habe sich gezeigt, dass sich die Arbeitsbedingungen, insbesondere in der Redaktion, deutlich verschlechtert haben. Den Schutz von Flächentarifverträgen, so Hasenmaile, haben schon jetzt weder die Beschäftigten in Passau noch die Belegschaft in Regensburg. „Da werden Beschäftigte zur Manövriermasse überzogener Expansionspläne“, so Hasenmaile. Der zunehmende Ausbau von medialen Monopolen tue überdies auch einer auf Vielfalt angewiesenen demokratischen Gesellschaft nicht gut.