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    Arbeitgeber legen erstes "Angebot" vor

    Buchverlage Hessen

    Arbeitgeber legen erstes "Angebot" vor

    ver.di-Bildungsportal, ver.di-Seminare DerGrafischer / photocase.com Buch

    03.06.2013 - In der heutigen zweiten Verhandlungsrunde  für die rund 120.000 Beschäftigten des hessischen Groß- und Außenhandels / (Buch-)Verlage legte die Arbeitgeberseite ein erstes, völlig unzureichendes Angebot zur Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen vor. Dieses „Angebot“ hat die ver.di-Verhandlungskommission als völlig unzureichend bewertet; die Verhandlungen wurden daraufhin auf den 21. Juni 2013 vertagt.

    Die Arbeitgeber fordern – entgegen der ver.di-Forderung – eine 24-monatige Laufzeit des Tarifvertrages. Sie bieten folgende Erhöhungen an:

    • Im ersten Jahr eine Erhöhung um 2,0 Prozent,
    • im zweiten Jahr eine Entgelterhöhung von 1,7 Prozent.

    Darüber hinaus stellten die Arbeitgeber für 2013 eine Einmalzahlung in Aussicht, über deren Höhe sie allerdings nichts sagen wollten. Dieses „Angebot“ machen die Arbeitgeber auch noch von einer Regelung der Umwandlung von den derzeitigen Lebensjahresstufen in Tätigkeitsjahre abhängig.

    ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Schiederig: „Die Beschäftigten in diesem Tarifbereich brauchen deutlich mehr Geld als das, was die Arbeitgeber heute angeboten haben. Der Groß- und Außenhandel schreibt seit Jahren gute Ergebnisse. Wann, wenn nicht jetzt, sollen die Arbeitnehmer/innen mehr Geld für ihre gute Leistung der vergangenen Jahre bekommen?“ ver.di fordert Tariferhöhungen von 6,5 Prozent mindestens 140  Euro im Monat. Die Ausbildungsvergütungen sollen an die Gehaltsgruppe III (mit abgeschlossener Berufsausbildung in der Endstufe) gekoppelt werden. Die Ausbildungsvergütungen sollen im ersten Ausbildungsjahr 35 Prozent, im zweiten Jahr 38 Prozent, 42 Prozent im dritten und im vierten Jahr der Ausbildung 45 Prozent betragen. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

    ver.di wird jetzt verstärkt in den Betrieben zu Aktionen und Protesten aufrufen. Der nächste Verhandlungstermin ist für Freitag, den 21. Juni 2013, vereinbart.