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Weihnachtsgeld kommt nicht vom Weihnachtsmann!

Weihnachtsgeld kommt nicht vom Weihnachtsmann!

Weihnachtsgeld Joachim Wendler/AdobeStock Weihnachtsgeld

Beschäftigte und Auszubildende in der Druckindustrie haben einen Anspruch auf eine tarifliche Jahresleistung - umgangssprachlich auch Weihnachtsgeld genannt.

Der Anspruch auf die tarifliche Jahresleistung besteht, wenn das Arbeits- oder Ausbildungsver-hältnis ungekündigt ist und das komplette Kalenderjahr bestanden hat. Die Auszahlung ist spä-testens zum 31. Dezember eines jeden Jahres fällig.

Die volle tarifliche Jahresleistung beträgt 95 Prozent des jeweils gültigen monatlichen Tariflohns bzw. der Ausbildungsvergütung.

Beschäftigte und Auszubildende, die während des laufenden Jahres beginnen, erhalten die tarifliche Jahresleistung anteilig – ein Zwölftel für jeden vollen Monat; Teilzeitbeschäftigte je nach Höhe der Arbeitszeit.

Mit Tarifvertrag ist die Bescherung üppiger!

Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Jahresleistung gibt es nicht.
In Betrieben ohne Tarifvertrag gibt es entweder gar keine Jahresleistung oder die Zahlung erfolgt oft nur freiwillig und kann unter Umständen jederzeit wieder gestrichen werden.

Für alle gilt: Der Arbeitgeber darf nicht ohne sachlichen Grund einzelne Beschäftigte oder Grup-pen ausschließen oder schlechter stellen, Arbeiterinnen und Arbeiter nicht schlechter behandeln als Angestellte oder umgekehrt.

Die Jahresleistung ist einer der vielen Vorteile, die ver.di-Mitglieder aus dem Manteltarifvertrag in der Druckindustrie haben.

Das alles ist nicht vom Himmel gefallen – es wurde erkämpft. Erkämpft von den Kolleg*innen in den Druckbetrieben.

Damit es erhalten bleibt, braucht es starke Gewerkschaften mit vielen engagierten Mitgliedern!