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Geschäftsleitung lehnt Fortführungsmodell ab!

Geschäftsleitung lehnt Fortführungsmodell ab!

Arbeitgeber beharrt auf Schließung von k+p – ver.di fordert jetzt einen Sozialtarifvertrag!

ver.di-Tarifinfo

04.02.2021 - Nach der Ankündigung des Arbeitgebers im Advent, k+p schließen zu wollen, haben Gewerkschaft und Betriebsrat Verhandlungen zu Interessenausgleich und Sozialplan mit der Arbeitgeberseite aufgenommen und ein Alternativkonzept erarbeitet. Dies wurde am 03.03.2021 abgelehnt.

Zunächst waren in den Gesprächen von ver.di, Betriebsrat (BR) und Arbeitgebervertretern weitere Zahlen und Informationen vom Arbeitgeber eingeholt worden. Auf deren Grundlage wurde das Fortführungskonzept erarbeitet. Es basiert also auf eigenen Zahlen des Arbeitgebers und hätte für mindestens fünf Jahre den Fortbestand zumindest einer Linie von k+p gesichert und die eigene Unabhängigkeit sowie das Festhalten an tarifgesicherten Produktionsbedingungen bedeutet. Es hätte auch, selbst bei Schließung in 2026, eine Absicherung bis in den Ruhestand für mindestens rund 15 weitere Arbeitende garantiert. Es wurde vom Arbeitgeber aber schlechtgerechnet und dann als zu teuer abgelehnt.
Das ist nicht nur eine Entscheidung gegen Unabhängigkeit und Tarifbedingungen, es bedeutet auch eine Zukunft mit weniger lokaler Anbindung und Aktualität und logistischen Risiken.
Vor allem bedeutet es eine ungewisse Zukunft für Euch, für alle Arbeitenden bei k+p, denen noch kein Übergang in den Ruhestand er- möglicht wird. Besonders verärgert war der BR über Hinweise des Arbeitgeberanwaltes, Facharbeiter in der Technik seien gesucht und hätten gute Chancen auf eine neue Beschäftigung und sogar höhere Einkommen. Die Arbeitenden selbst haben da eine andere Einschätzung.
Der BR hat deshalb nach wissenschaftsbasierten Grundsätzen mit einem Werkzeug von der Hans-Böckler-Stiftung die wirtschaftlichen Nachteile für die gesamte Belegschaft berechnet.

Die bereits gebildete Tarifkommission hatte schon am 02.03.2020 für den erwartbaren Fall der Ablehnung der Alternative beschlossen, den Arbeitgeber zu einem Sozialtarifvertrag mit folgenden Eckpunkten aufzufordern:

  • Wir fordern einen Ausgleich in Höhe der Hälfte der 20 Mio. Euro, die der Belegschaft als wirtschaftlicher Nachteil entstehen, also von 10.000.000 Euro.

  • Wir fordern eine Aufteilung dieser Summe in Abfindungen, finanzielle Ausstattung der Transfergesellschaft, Umschulungsprogramme und ein Vorruhestandsmodell.

Am 04.03. wurde auch eine Pressemitteilung (rechts Download) und ein offener Brief an Mandatsträger der SPD veröffentlicht. Wir hoffen, dass der Arbeitgeber jetzt anständige Angebote auf den Tisch legt.


Dies durchzusetzen, können wir nur gemeinsam erreichen!
Wir werden weiter informieren!