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    Solidarität mit den Funke-Beschäftigten

    Solidarität mit den Funke-Beschäftigten

    Wenn Funke die Schließung umsetzt, wäre Thüringen das erste Bundesland ohne Zeitungsdruckerei. Am 31. Dezember 2021 soll Schluss sein mit dem Druckzentrum in Erfurt. Bisher werden dort Regionalzeitungen und Anzeigenblätter gedruckt.

    »Es ist wichtig, Farbe zu bekennen und zu streiken« - Link zum Interview mit Helmut Platow, Sachverständiger des Betriebsrats, in der jungen welt. 

    Druckereischließung ist betriebswirtschaftlicher Unsinn
    Ende 2021 will die Funke-Mediengruppe die Erfurter Zeitungsdruckerei schließen - laut Gutachten spart der Konzern dadurch aber nichts
    Von Friedrich Siekmeier
    Die Funke-Mediengruppe ist mit knapp einer Million Zeitungsabonnements deutschlandweit der zweitgrößte Medienkonzern. Trotzdem will der Konzern die Druckerei in Erfurt schließen.
    Link zum vollständigern Artikel im Neuen Deutschland

     

    • ver.di-Betriebsgruppe des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

      Liebe Kolleg*innen des Erfurter Druckzentrum,

      die FUNKE Mediengruppe versucht, euch mit lahmen Argumenten über den Tisch zu ziehen – doch das lasst ihr euch zu Recht nicht gefallen! Sie bezeichnen sich als „das beste nationale Medienhaus in Deutschland“ und rühmen sich, qualitativen Journalismus zu betreiben – wollen aber Thüringen keine tagesaktuellen Zeitungen mehr zugestehen und ignorieren die Fakten eines Wirtschaftsgutachtens, dass die Schließung mehr kostet als die Weiterführung. Leider hat FUNKE kein Satiremagazin im Programm, sonst schriebe sich die nächste Ausgabe von selbst.
      Eure Arbeit ist wichtig, nicht nur für euch und eure Familien, sondern für ganz Thüringen – das Druckzentrum Erfurt muss bleiben!

      Liebe Kolleg*innen und Kollegen, bleibt stark und bleibt laut - die ver.di-Betriebsgruppe des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. steht an eurer Seite.

    • ver.di-Bezirksfachbereichsvorstand Telekommunikation und IT Thüringen

      Liebe Kolleginnen und Kollegen im Druckhaus Erfurt,

      Der Bezirksfachbereichsvorstand Telekommunikation und IT Thüringen steht heute gedanklich hinter euch und wünscht euch allen erdenklichen Erfolg bei eurem Kampf um den Erhalt des Standorts und der Arbeitsplätze in Erfurt.

      Wir haben genau wie ihr kein Verständnis für die Schließung des Druckhauses. Dass eure Arbeitsplätze wegrationalisiert werden sollen, weil mehr Digitalisierung angestrebt wird, ist aus unserer Sicht eine faule Ausrede. Auch Digitalisierung bietet Beschäftigungschancen. Auch in Erfurt. Es ist ein fatales Signal, das die Thüringer Tageszeitungen zukünftig nicht mehr in Thüringen gedruckt werden sollen.

      Wir möchten euch den Rücken stärken, euch weiter für eure Arbeitsplätze einzusetzen. Zeigt der Funke Mediengruppe was Solidarität und zusammenstehen heißt.

    • ver.di-Ortsverein Jena/Saale-Holzland-Kreis

      Die Unterzeichnenden, die die Gewerkschaft Ver.di als Ortsverein am Standort Jena/Saale-Holzland-Kreis vertreten, möchten ihre Solidarität mit den Arbeitnehmern des Funke Druckzentrums Erfurt in Thüringen, Deutschland, ihren Vertretern und der Gewerkschaft Ver.di angesichts der Ankündigung der Schließung des Standorts Erfurt und der Verlagerung der Produktion an den Standort Braunschweig bekunden.
       
      Wir möchten unsere tiefe Ablehnung dieser Maßnahme zum Ausdruck bringen, die ohne klare Begründung auf der Grundlage der Unternehmensergebnisse vorgeschlagen wurde, noch wurden die von den Arbeitnehmervertretern vorgeschlagenen Alternativen zur Aufrechterhaltung des Betriebes unter rentablen Bedingungen geprüft.
       
      Wir möchten auch die Thüringer Landesregierung um Vermittlung bitten, um eine Lösung zu finden, die die Kontinuität der produktiven Tätigkeit wegen ihres Beitrags zur Schaffung von Wohlstand und Beschäftigung ermöglicht. Der regionale Zusammenhalt, von dem die Beschäftigung ein grundlegender Aspekt ist, ist eine der Säulen, auf denen unsere europäischen Grundsätze beruhen, und es muss in unser aller Interesse liegen (aber insbesondere in dem der Verwaltungen, die eine entscheidende Rolle spielen können), diesen Zusammenhalt zu schützen. Ebenso appellieren wir an die Regierung Thüringens, den langfristigen Schaden zu bewerten, den die Schließung der lokalen Druckerei für die Verbreitung von zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Nachrichten verursachen könnte, die mit der Sensibilität und den Werten der lokalen Bevölkerung übereinstimmen und auch in Angelegenheiten, die diese Bevölkerung betreffen, relevant sind.
       
       
       
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      Michael Lorenz
      Vorsitzender
      für den ver.di-Ortsverein Jena/Saale-Holzland-Kreis

    • ver.di-Bezirksfrauenrat Thüringen

    • Österreichische Gewerkschaft GPA

    • Slowenischer Gewerkschaftsbund PERGAM

    • Britisch/irische Gewerkschaft Unite the Union

    • Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Hessen-Thüringen

      Deutscher Gewerkschaftsbund
Bezirk Hessen-Thüringen Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Hessen-Thüringen
    • Norwegischer Gewerkschaftsverband Fellesforbundet

    • Schweizer Gewerkschaft syndicom

      syndicom syndicom
      syndicom syndicom
    • Spanische Gewerkschaft CCOO (Comisiones Obreras)

    • Kroatische Gewerkschaft Trade Union in Printing and Publishing Industry of Croatia

       

      Solidarity letter: Funke Media Group
       

      Members of Trade Union in Printing and Publishing Industry of Croatia wish to show their solidarity with the workers of Funke Druckzentrum Erfurt in Thuringia, Germany, their representatives and the trade union Ver.di, in the face of the announcement of the closure of the Erfurt site and the transfer of its production to the Braunschweig site. 

      We would like to express our deepest rejection of this measure, which has been proposed without any clear justification based on the company's results, nor has any assessment been made of the alternatives put forward by the workers' representatives to maintain the operations under profitable conditions.

      We would also like to kindly request the involvement of the Thuringia Regional Government to mediate in order to find a solution that will allow the continuity of the productive activity, because of its contribution to the generation of wealth and employment. Regional cohesion, of which employment is a fundamental aspect, is one of the pillars on which our European principles are based and it must be in the interest of us all (but especially of the administrations with the capacity to play a determining role) to protect this cohesion. Likewise, we appeal the Government of Thuringia to assess the long-term damage that the closure of its local printshop could cause to the dissemination of reliable and quality news, consistent with the sensitivity and values of the local population and is also relevant in matters concerning this population.

       

      Best regards.

       

      Darije Hanzalek, predsjednik

      Sindikat grafičara i medija

      Trade Union in Printing and Publishing Industry of Croatia

      Breščenskoga 4, 10000 Zagreb, Croatia
      Tel: + 385 1 4501475

      Fax: + 385 1 4554590

      darije.hanzalek@sindikat-graficara.hr

       

    Link zur Petition von Uni Global Union + ver.di

    Uni Global Union + ver.di
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    Rettet die Lokalpresse - helfen Sie mit, ein nachhaltiges Modell in Thüringen zu etablieren

    Lokale Presse ist unverzichtbar. Wenn Menschen Zugang zu aussagekräftigen Lokalnachrichten haben, die ihre Lebenswirklichkeit widerspiegeln, fühlen sie sich laut Studien stärker eingebunden und handeln selbst.

    Doch die Gewinnmaximierung setzt die Lokalpresse auf die Liste der bedrohten Arten. Die Menschen haben weniger Zugang zu Informationen über ihre Gemeinden und Städte. Studien haben ergeben, dass dies zu Gefühlen der Isolation und Ohnmacht führt, was wiederum das politische Misstrauen schürt, das autoritäres und antidemokratisches  Verhalten ermöglicht.

    Die Thüringer Landesregierung in Deutschland hat die Möglichkeit, ein neues, nachhaltiges Modell der Lokalpresse zu schaffen. Der Zeitungsverlag, die Funke Mediengruppe, hat soeben einseitig angekündigt, die letzte Zeitungsdruckerei im Land zu schließen. Dies wird langfristig dramatische Auswirkungen auf die Lokalpresse in Thüringen haben.

    Eine historische Chance

    Der Betriebsrat bei Funke Druck und ihre Gewerkschaft Ver.di legen einen inspirierenden Plan zur Rettung der Lokalpresse in Thüringen vor. Sie haben eine detaillierte Studie erstellt, die Schritte zur Aufrechterhaltung der Druckerei und zur Rettung von 270 Arbeitsplätzen, die für die lokale Wirtschaft lebenswichtig sind, aufzeigt und gleichzeitig die Nachhaltigkeit der Lokalzeitungen sichert.

    Überall in Deutschland und Europa ist die Lokalpresse durch profitorientierte Pressemodelle bedroht. Aber Journalismus darf nicht auf die Erzielung von Profit reduziert werden. Dies ist eine historische Chance, ein nachhaltigeres Modell zu etablieren. Stehen Sie an der Seite der Beschäftigten in Thüringen und verteidigen Sie ein neues Modell für die Lokalpresse überall.

    Fordern Sie die Thüringer Landesregierung auf, die Lokalpresse zu schützen!