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Tarifrunde Druckindustrie: Arbeitgeber bestehen auf massiven …

Tarifrunde Druckindustrie: Arbeitgeber bestehen auf massiven Verschlechterungen im Manteltarifvertrag!

30.10.2018 - Die vierte Verhandlungsrunde für die rund 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist am Abend des 30. Oktober 2018 in Berlin wiederum
 ergebnislos zu Ende gegangen.

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) macht einen Lohnabschluss nachdrücklich von Verschlechterungen im Manteltarifvertrag abhängig.

Das Lohnangebot enthält folgende Punkte:

  • 200 Euro Einmalzahlung zum 01.11.2018
  • Erhöhung um 2,4 Prozent zum 01.04.2019
  • Erhöhung um weitere 1,4 Prozent zum 01.04.2020
  • 200 Euro Einmalzahlung zum 01.02.2021
  • 30 Monate Laufzeit bis zum 28.02.2021

Zusätzlich zu diesem miserablen Lohnangebot wollen die Arbeitgeber die Belegschaften in der Druckindustrie spalten, indem für Neueinstellungen überhaupt kein Tarifschutz mehr gelten soll. Die Regelungen zur Maschinenbesetzung sollen ersatzlos gestrichen werden. Zudem streben die
 Arbeitgeber betriebliche Öffnungsklauseln im Manteltarifvertrag für weitere Verschlechterungen an und wollen damit die Konflikte in die Betriebe verlagern.

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke machte deutlich: „Das vergiftete Angebot der Arbeitgeber ist für uns in keiner Weise akzeptabel. Wir werden nicht zulassen, dass es in den Druckereien eine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Kolleginnen und Kollegen geben soll, in der die Jüngeren wesentlich schlechter gestellt werden. Der Manteltarifvertrag muss für alle gelten. Auch Öffnungsklauseln, beispielsweise zur Absenkung von Zuschlägen, Absenkung von Urlaubsgeld und Jahresleistung sowie zur Arbeitszeitverlängerung, sind mit ver.di nicht zu machen.“

Die gute Arbeit und Leistung der Beschäftigten in der Druckindustrie muss respektiert und wertgeschätzt werden. Wir brauchen spürbare Lohnsteigerungen und gute Arbeitsbedingungen.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. November 2018 statt.

Auf die Konflikthaltung der Druckarbeitgeber gab es in den vergangenen Tagen durch Warnstreiks in vielen Betrieben bereits eine deutliche Antwort. Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, für ihre Forderungen zu kämpfen und werden dies auch weiterhin tun.

Warnstreikbetriebe seit 17.10.2018:

Baden-Württemberg

  • Ebner & Spiegel, Ulm
  • Heilbronner Stimme, Heilbronn
  • Kreiszeitung Böblinger Bote
  • Pressehaus Stuttgart (PHD/PHV/PHIT)
  • Redaktion Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten

Bayern

  • Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH
  • Bosch Druck, Landshut
  • Huhtamaki, Ronsberg
  • Main-Echo, Aschaffenburg
  • Nordbayerischer Kurier Druckerei, Bayreuth
  • Nürnberger Presse Druckhaus,
  • Oberbayerisches Volksblatt, Rosenheim
  • Pustet, Regensburg
  • Süddeutscher Verlag Zeitungsdruck, München

Berlin-Brandenburg

  • Axel Springer Druckhaus Spandau, Berlin
  • Axel Springer SE, Berlin
  • Bundesdruckerei, Berlin
  • D-Trust, Berlin


Hamburg / Nord

  • Axel Springer, Ahrensburg
  • CPI Books, Leck


Hessen

  • Druckerei Haubold, Eschwege
  • Frankfurter Societätsdruckerei, Mörfelden

 

Niedersachsen-Bremen

  • Druckzentrum Braunschweig

 

Nordrhein-Westfalen

  • Axel Springer Offsetdruckerei, Essen-Kettwig
  • Druckzentrum Essen
  • Druckzentrum Hagen-Bathey
  • DuMont Druck, Köln
  • Küster-Pressedruck, Bielefeld
  • Offset Gerhard Kaiser, Essen
  • Rheinisch-Bergische Druckerei (RBD), Düsseldorf
  • Tiefdruck Schwan Bagel, Mönchengladbach
  • Westfalen-Druck, Bielefeld

 

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

  • G&D Currence Technologie Wertpapierdruckerei Leipzig

 

Für gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne müssen wir aktiv werden.

 

www.mitgliedwerden.verdi.de