DRUCK+PAPIER Ausgabe 2024-2 jetzt online

28.06.2024

7,8 Prozent mehr Lohn auf 29 Monate

Fast wären die Tarifverhandlungen in der Druckindustrie gescheitert. »Es schien fast unmöglich, mehr als sechs Prozent rauszuholen«, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Rachel Marquardt. In der Nacht auf den 21. Juni wäre der Flächentarifvertrag fast zu Ende gewesen. Aber nur fast. ver.di und der Bundesverband Druck und Medien einigten sich nach zwölf Stunden Verhandlung auf 7,8 Prozent mehr Lohn in drei Schritten: 3,9 Prozent zum 1. Juli, 2 Prozent zum Juli 2025 und 1,9 Prozent ab März 2026. Die Zugeständnisse: vier Nullmonate und 29 Monate Laufzeit. Das Ergebnis wäre ohne die vielen Streiks nicht möglich gewesen. Dabei war manch eine Belegschaft für eine Überraschung gut.

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Rettung trotz Schließung

Manche Behauptungen sind schlicht falsch. Dass Menschen in Transfergesellschaften nur geparkt statt qualifiziert würden. Und es besser sei, hohe Abfindungszahlungen herauszuholen. Stimmt nicht. Die Erfahrungen von Beschäftigten sind überwiegend positiv. "Selbst die Skeptischen waren hinterher zufrieden", erzählt Dustin Hertel, ehemals Betriebsratsvorsitzender der Funke-Zeitungsdruckerei in Erfurt, der sich vor Schließung des Betriebes für eine Transfergesellschaft eingesetzt hat. Was es Beschäftigten bringt und was in Schweden besser läuft.

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Das alles und noch mehr steht in der nächsten DRUCK+PAPIER, die die ver.di-Mitglieder in den kommenden Tagen mit der ver.di-PUBLIK zugesandt bekommen.

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