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Wiederum ergebnislos!

Wiederum ergebnislos!

Trotz mehrstündiger Verhandlungen kein Tarifergebnis erzielt!

15.01.2019 - Auch in der vierten Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie sind wir in der Nacht zum 15. Januar 2019 bei den Entgeltsteigerungen kaum weitergekommen.

Bis zuletzt haben die Arbeitgeber an ihrer Forderung nach Öffnungsklauseln festgehalten. Sie wollen die Zeitpunkte der Tarifsteigerungen betrieblich verschieben können. Die Verhandlungskommission zeigte sich vom Verlauf der Verhandlungen sehr enttäuscht – wir haben deutlich mehr erwartet!

Wie schon in der vergangenen Verhandlungsrunde lag auch heute das wesentliche Interesse der Arbeitgeber darin, weitreichende Öffnungsklauseln zur Verschiebung des Zeitpunkts der Lohnsteigerungen durchzusetzen. Gleichzeitig blieben die Verbandsvertreter auch bei ihrem Entgeltangebot weit hinter unseren Erwartungen zurück.

Sie haben heute angeboten:

  • Erhöhung der Löhne zum 1. April 2019 um 2,5 Prozent (5 Nullmonate)
  • Erhöhung der Löhne zum 1. April 2020 um weitere 2,1 Prozent
  • Die Ausbildungsvergütungen sollen um monatlich 90 Euro steigen.

Mit der Öffnungsklausel wollen die Vertreter des Hauptverbands Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) die Möglichkeit, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten den Zeitpunkt jeder Stufe der Entgeltsteigerungen um 6 Monate nach hinten zu verschieben. Und dies zusätzlich zu den 5 Nullmonaten, die in der ersten Erhöhungsstufe schon beinhaltet sind. Wird die Öffnungsklausel angewandt, würde die erste Erhöhung erst nach 11 Nullmonaten wirksam. Und das zusätzlich zu einem Lohnangebot, das ohnehin nicht akzeptabel ist.

Das letzte Lösungsangebot von ver.di sah wie folgt aus:

Bei einer Laufzeit von 16 Monaten - bis zum 29. Februar 2020 - sollen die Löhne zum 1. Januar 2019 um 2,8 Prozent und zum 1. Januar 2020 um weitere 1,2 Prozent erhöht werden.

Da die Arbeitgeber auch die ver.di-Vorstellungen für eine längere Laufzeit dargestellt bekommen wollten, war der weitere Vorschlag von ver.di:

Die Löhne sollen zum 1. Januar 2019 um 3,5 Prozent und zum 1. Januar 2020 um weitere 3,3 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten - bis zum 28. Februar 2021 – gesteigert werden.

„Das Auftreten der Arbeitgeber in dieser Verhandlungsrunde war für uns enttäuschend! Da haben wir mehr erwartet, die Arbeitgeber haben ihre Chance vertan!“, so der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke.

Ein nächstes Treffen mit dem HPV soll am 19. Februar 2019 stattfinden.

 

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