Nachrichten

Aus für den "Blitz"

Aus für den "Blitz"

Letzte Ausgabe des "Blitz" -none- Letzte Ausgabe des "Blitz"

ver.di-Pressemitteilung

09.06.2020  „Der Blitz“ wird eingestellt, die letzte Ausgabe gab es am 30. Mai 2020. Mit großem Bedauern hat die Gewerkschaft ver.di von der Einstellung des Anzeigenblattes "der Blitz" erfahren. "Dadurch werden zahlreiche prekär Beschäftigte hart getroffen. Die Unternehmensgruppe Nürnberger Nachrichten ist ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht geworden", erklärt dazu die ver.di-Fachsekretärin Barbara Schneider. „Ausgerechnet jetzt in der Wirtschaftskrise werden die geringfügig Beschäftigten auf die Straße gesetzt.“

Der Niedergang des von der Nürnberger Anzeigenverwaltung GmbH herausgegebenen Anzeigenblattes wurde durch die Entscheidung beschleunigt, den Erscheinungstag vom Sonntag auf den Samstag zu verlegen und auf aktuelle Nachrichten zu verzichten. „Dieses Konzept konnte nicht aufgehen“, so Barbara Schneider. "Dennoch war der Blitz eine Informationsquelle
 ür Menschen, die sich kein reguläres Zeitungs-Abo leisten können."

Die mit dem durch die Corona-Krise verursachten Einbruch der Werbeerlöse begründete Entscheidung, das Anzeigenblatt kurzfristig einzustellen, traf die Beschäftigten dennoch völlig überraschend. Eine entsprechende Ankündigung hatte es nicht gegeben. Für die mit dem "Blitz" befassten Mitarbeiter*innen des Verlags Nürnberger Presse geht das Aus ihres Produktes glimpflich ab. Sie werden weiterbeschäftigt.

Sozialplan / Interessenausgleich

Schlimm sieht es aber für die über 500 Zusteller*innen aus. Vor allem die treuen Mitarbeiter* innen reagierten nach den Worten von Barbara Schneider schockiert über das Vorgehen des Unternehmens. Zukunftssorgen bewegten nun aber alle Zusteller*innen. War doch der "Blitz" bisher ein fest eingeplanter Zusatzverdienst, besonders wichtig für die zahlreichen Zusteller mit einer Schwerbehinderung.  Eine geordnete Abwicklung konnte der Betriebsrat gemeinsam mit ver.di auf den letzten Metern noch sicherstellen. Engagierte Verhandlungen sicherten eine Lösung ohne rechtliche Auseinandersetzung mit der Arbeitgeberin und sicherten so Klarheit für die Beschäftigten mit Ausspruch der Kündigung.

Barbara Schneider: "Es waren intensive Verhandlungen um den Sozialplan und Interessenausgleich, die dem Betriebsrat viel abverlangt haben. Es ging immerhin um die Wahrung der Rechte und Interessen der Zusteller*innen. Im Einzelfall wird die Trennung nicht billig werden."

Link zur Pressemitteilung auf der Internetseite des ver.di-Bezirks Mittelfranken