Nachrichten

Erstes Angebot - in Höhe und Laufzeit nicht akzeptabel!

Erstes Angebot - in Höhe und Laufzeit nicht akzeptabel!

20.11.2018 - Am 20. November 2018 fand in Berlin die zweite Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) statt. Die Arbeitgeberseite hat der Tarifkommission ausführlich die Situation der einzelnen Teilbranchen dargestellt. Am späten Nachmittag machten sie dann ein Entgeltangebot. Dieses ist sowohl bezogen auf die von ihnen geforderte Laufzeit, als auch auf die angebotene Lohnerhöhung leider völlig inakzeptabel.

Das Arbeitgeberangebot:

  • Erhöhung der Löhne um 2,1 Prozent zum 1. April 2019
    (also 5 Nullmonate)
  • Erhöhung der Löhne um weitere 1,9 Prozent zum 1. April 2020
  • Laufzeit bis zum 31. März 2021 – also 29 Monate
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 90 Euro zum 1. April 2019
  • Zusätzlich fordern die Arbeitgeber Öffnungsklauseln im Tarifvertrag, um von den Lohnerhöhungen betrieblich abweichen zu können.

„Das Lohnangebot der Papierverarbeitungsarbeitgeber liegt weit weg von den Tarifabschlüssen in vergleichbaren Branchen. Die Leistung unserer Kolleginnen und Kollegen wird damit in keiner Weise gewürdigt – das können wir nicht akzeptieren!“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke.

Die erste Erhöhungsstufe bedeutet durch die Nullmonate lediglich eine tatsächliche Erhöhung von rund 1,5 Prozent. Das liegt sogar noch unter der erwarteten Preissteigerungsrate für 2019. Auch die von ihnen angebotene zweite Erhöhungsstufe im Jahr 2020 ist deutlich zu niedrig!

„Der HPV zeigt sich wieder einmal als extrem knausriger Arbeitgeberverband. Wir als ver.di wollen stattdessen, dass die Arbeitsplätze in der Papierverarbeitung attraktiv bleiben – das geht nur mit guten Löhnen!“, sagte Frank Werneke weiter.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 13. Dezember in Berlin statt. Bereits in den letzten Tagen war die Beteiligung an den Arbeitskämpfen ausserordentlich gut – nun geht es weiter!

Betriebe, die sich seit dem 6. November 2018 an Warnstreiks beteiligt haben:

Baden-Württemberg

A. Landerer, Neuenstadt / DS Smith, Mannheim / MMP Schilling, Heilbronn / Smurfit Kappa, St. Leon-Rot

 

Bayern

Bischof + Klein, Konzell / Coveris Flexibles Deutschland, Rohrdorf / Sengewald Klinikprodukte, Rohrdorf / Smurfit Kappa, Feucht / Smurfit Kappa, Neuburg / Smurfit Kappa, Plattling / STI d+v, Neutraubling / VG Nicolaus, Kempten

 

Hessen

A & R Carton, Kriftel / Constantia Ebert, Wiesbaden / DS Smith, Erlensee / DS Smith, Fulda / H.O. Persiehl, Wanfried / Smurfit Kappa, Hanau

 

Niedersachsen-Bremen

Rasch Tapetenfabrik, Bramsche / Smurfit Kappa, Sarstedt

 

Nord

Smurfit Kappa, Lauenburg / Smurfit Kappa, Waren

 

Nordrhein-Westfalen

Bischof + Klein, Lengerich / Coveris Flexibles Deutschland, Halle (Westf.) / Deutsche Benkert, Herne / DS Smith, Minden / DS Smith, Hövelhof / DS Smith, Paderborn / Edelmann Leaflet Solutions, Leverkusen / Gundlach Verpackung, Oerlinghausen / Klingele Papierwerke, Werne / Melitta Haushaltsprodukte, Minden / MM Graphia, Bielefeld / Smurfit Kappa, Brühl / Smurfit Kappa, Düsseldorf / Smurfit Kappa, Jülich / Smurfit Kappa, Lübbecke / Smurfit Kappa RapidCorr, Euskirchen / VG Nicolaus, Pulheim / Walki, Steinfurt / Wolf PVG, Spenge

 

RPS

Smurfit Kappa, Germersheim / Smurfit Kappa Service, Germersheim / Wellpappe Sausenheim, Grünstadt / MM Graphia, Trier / WestRock, Trier / Coveris Flexibles Deutschland, Neuwied / Thimm Wellpappe, Alzey

 

SAT

Smurfit Kappa, Delitzsch

 

Jetzt die Tarifforderungen unterstützen und
Mitglied werden!
Starke Gewerkschaft – starke Tarifverträge!