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Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung wird an die Bauer Media Group verkauft

15.01.2020 - DuMont verkauft die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung an die Bauer Media Group. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Dies teilte DuMont heute in einer Pressemitteilung mit. 

DuMont-Pressemitteilung

Im Rahmen der Portfolio-Überprüfung seines Geschäftsfelds Regionalmedien hat DuMont eine weitere Entscheidung getroffen: Die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung wird an die Bauer Media Group verkauft. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

Die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung mit Sitz in Halle veröffentlicht mit der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) die größte Regionalzeitung im Süden Sachsen-Anhalts mit einer Auflage von rund 162.000 Exemplaren und 17 Lokalausgaben. Der Verkauf umfasst außerdem das News-Portal mz.de, die Anzeigenblätter WochenSpiegel und Super Sonntag mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von rund 1,3 Millionen und 27 Lokalausgaben, die Aktivitäten in Logistik und Druck, den regionalen TV-Sender TV Halle sowie Aktivitäten in Ticketing und Satz-Dienstleistungen. Die Mediengruppe hat in den vergangenen Jahren insbesondere das Digital-Angebot der MZ weiterentwickelt, die Druckerei in Halle erweitert und den Geschäftsbereich Logistik rund um den Postdienstleister MZZ-Briefdienst ausgebaut.

Mit der Übernahme der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung erweitert die Bauer Media Group ihr Portfolio im Bereich Regionalzeitungen. Marco Fehrecke, Leiter der Mediengruppe Magdeburg, wird auch die Führung der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung übernehmen. Die rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von der Bauer Media Group übernommen und sämtliche vertraglichen Vereinbarungen bleiben bestehen.

„Die Bauer Media Group ist in der Region bereits stark verankert. Über die erwarteten Synergieeffekte mit der Mediengruppe Magdeburg schaffen wir eine gute Ausgangslage, um den regionalen Journalismus in Mitteldeutschland langfristig zu erhalten“, erklärt Marco Fehrecke.

„Wir haben uns die Entscheidung, die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung aus dem DuMont Verbund zu lösen, nicht leicht gemacht. Das Medienhaus in Halle hat sich in den vergangenen Jahren beachtlich entwickelt und sehr erfolgreich Antworten auf die herausfordernden Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt gefunden“, erläutert DuMont Aufsichtsratsvorsitzende Isabella Neven DuMont. „Die Nutzung von Synergien ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im regionalen Zeitungsgeschäft. Wir sind davon überzeugt, dass die Bauer Media Group der richtige neue Eigentümer für diesen Kurs ist.“

Weiterer Schritt in der DuMont Portfolio-Überprüfung

DuMont hatte 2019 für die nächste Phase der Unternehmensentwicklung sein Portfolio im Geschäftsfeld Regionalmedien überprüft mit dem Ziel, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen dieses Prozesses hat DuMont entschieden, das Medienhaus in Köln fortzuführen. Bereits im September hatte DuMont den Berliner Verlag an neue Eigentümer übergeben. Über die Entscheidung für die Hamburger Morgenpost Medien wird DuMont voraussichtlich noch im Januar informieren.

„Der Überprüfungsprozess unseres Portfolios war von Anfang an ergebnisoffen angelegt, verbunden mit dem Anspruch, jedes Medienhaus mit seinen spezifischen Rahmenbedingungen zu bewerten und die jeweils bestmögliche Zukunftsoption zu erarbeiten. Auch die Entscheidung für Halle haben wir vor diesem Hintergrund getroffen“, erläutert DuMont CEO Dr. Christoph Bauer. „Schon heute sind die strukturellen Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt sehr herausfordernd. Der starke Verbund mit der Mediengruppe Magdeburg ist der richtige Ansatz, um die Mitteldeutsche Zeitung langfristig bestmöglich abzusichern.“