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    „Druck.Machen“

    „Druck.Machen“

    Verdienstvolle Geschichtsarbeit vor Ort haben Mitglieder*innen des ver.di Ortsverein Konstanz geleistet. Mit ihrem Band „«Druck.Machen – eine etwas andere Stadtgeschichte von Konstanz» schildern sie nicht nur die Geschichte lokaler Gewerkschafts- und Demokratiebewegungen, sondern betten diese in den jeweiligen historischen Kontext ein.

    Ihr Ziel sei es zu „zeigen, dass es sich lohnt, zusammenzustehen – auch heute noch, da im reichen Deutschland die Zahl derer wieder wächst, die an oder unter der Armutsgrenze leben, weil sie einen Lohn bekommen, der zum Leben kaum reicht: Schein- und Soloselbständige, MinijobberInnen, Teilzeit- und befristet Beschäftigte, Clickworker, PaketbotInnen, Fahrradkuriere, Sicherheits- und Reinigungskräfte, aber auch das Pflegepersonal in Privateinrichtungen, VerkäuferInnen (die selbst im wohlhabenden Konstanz seit Jahren kaum noch unbefristete Vollzeitstellen bekommen), Busfahrer privatisierter Transportunternehmen. Schon vor der Virenkrise mit ihrer millionenfachen Kurzarbeit und der rapide zunehmenden Arbeitslosigkeit wuchs hier ein modernes Subproletariat heran, das von der Hand in den Mund lebt, dessen Kinder nur schlechte Bildungschancen haben, das oft isoliert arbeitet, wenig Unterstützung findet und es nur in Ausnahmenfällen schafft, Tarifverträge, bessere Bedingungen oder ein höheres Entgelt durchzusetzen.“ Dem ist uneingeschränkt zuzustimmen und diesem, auch optisch sehr ansprechend gestalteten Text- und Bildband ist eine weite Verbreitung auch über die Konstanzer Stadtgrenzen hinaus zu wünschen.

    Druck.Machen

    ...eine etwas andere Stadtgeschichte von Konstanz

    Textbeiträge: Ralph Braun, Patrick Brauns, Pit Wuhrer, Margrit Zepf. 
    Gestaltung, Grafiken und Karten: Student*innen des Studiengangs Kommunikationsdesign der HTWG Konstanz.

    Querwege Verlag, Konstanz, 2021
    ISBN 978-3-941585-11-9, Klappenbroschur
    184 Seiten, mit vielen Abb. 19,80 Euro 

    Erhältlich in jeder gut sortierten Buchhandlung.